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West Fössebad in Hannover soll erweitert werden
Hannover Aus den Stadtteilen West Fössebad in Hannover soll erweitert werden
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14:10 26.05.2011
Gläserne Schwimmhalle auf der grünen Wiese: Die Computergrafik des zuständigen Architektenbüros zeigt die Pläne für den Erweiterungsbau. Quelle: HAZ

Es ist ein Mittel gegen den herrschenden Mangel an Hallenbadezeiten in Hannover: Im Fössebad soll eine neue Schwimmhalle entstehen; 25 Meter breit und 34 Meter lang. Die Wasserfläche im Bad würde damit auf einen Schlag auf mehr als das Dreifache anwachsen. „Vereine, Schulen und Freizeitschwimmer bekommen ein attraktives Angebot“, betont Bernd Seidensticker, Vorsitzender des Wassersportvereins Hannover-Linden (Waspo), einem der beiden Gesellschafter der Betreibergesellschaft für das Fössebad. Waspo sucht für die Finanzierung jetzt den Schulterschluss mit den Ratsfraktionen. Möglichst noch vor der Kommunalwahl im September solle es einen Konsens geben, hofft Seidensticker.

Gut 3,3 Millionen Euro kostet das zusätzliche Becken; Waspo setzt auf Finanzierungshilfe von der Stadt. Und deshalb müssen die politischen Gremien über das Bauvorhaben entscheiden. Mit Inbetriebnahme eines neuen Beckens stiegen auch die Betriebskosten für das Fössebad. „Die müssten angepasst werden“, sagt Seidensticker. Er schätzt die jährlichen Mehrkosten auf gut 150 000 Euro. Statik, Architektur und Lage – all das hat der Schwimmverein schon konzipiert. Bei einem zügigen Genehmigungsverfahren könnte die Halle 2013 eröffnet werden. Das Bad ist bereits ans Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Ein neues Heizsystem für den Neubau sei nicht nötig, sagt Badbetriebsleiter Carsten Koch. „Es gibt auch genügend Umkleiden und Sanitäranlagen.“ Im Grunde gehe es deshalb auch nur um ein Becken, vier Wände und ein Dach, sagt Seidensticker. „Wir wollen keine Luxushalle.“

Seit Langem klagen die Schwimmvereine über zu wenig Hallenkapazitäten in der Stadt. Auch Schulklassen stehen oft Schlange zur Schwimmausbildung. Offizielle Wettkämpfe verringern an etlichen Tagen die Wasserfläche für Training oder Freizeit noch weiter. Im Fössebad gibt es derzeit ein Nichtschwimmerbecken und ein kleines, 25 Meter mal 12,5 Meter messendes Schwimmerbecken. Zu wenig für den Andrang, vor allem im Winter.

Weil vormittags, am späten Nachmittag und abends die Halle häufig für Vereine und Schulen reserviert ist, bleibt für den normalen Besucherverkehr nur eine eingeschränkte Öffnungszeit übrig. Der zahlende Besucher aber sorgt für Einnahmen, um das Bad am Laufen zu halten. Mit dem städtischen Zuschuss kommt die Betriebsgesellschaft kaum aus; für Modernisierungen reicht das Geld nicht. Seidensticker sieht deshalb eine klare Abwärtsspirale, an deren Ende unvermeidlich das Aus für das Fössebad käme. „Wir müssen jetzt in das Bad investieren, um es attraktiver zu machen.“

Die Rechnung, die Waspo aufmacht, sieht so aus: Eine neue Halle bietet mehr Möglichkeiten für Vereinssport oder andere Institutionen, die Badezeiten reservieren wollen. „Mindestens eine Halle wäre aber immer für den Publikumsverkehr frei“, sagt Seidensticker. Das soll mehr Besucher bringen, die wiederum mehr Geld in die Kasse spülen. Und das schafft die nötige Finanzkraft für Modernisierungen in den alten Badeanlagen.

Im nächsten Jahr fusioniert Waspo mit dem Sportverein Wasserfreunde von 1898 Hannover (der Stadt-Anzeiger berichtete). Der neue Großverein „Wassersportfreunde von 1898 Hannover“ will alleiniger Gesellschafter der Betriebsgesellschaft für das Fössebad werden. Der Verein für Hochschulsport – seit 1993 gemeinsam mit Waspo beteiligt – wolle sich zurückziehen, sagt Seidensticker. Waspo bringt außer dem Fössebad auch das Volksbad Limmer ein, das er gemeinsam mit dem Hannoverschen Schwimmverein von 1892 betreibt. Daran wird sich nichts ändern. Volksbadleiter Robin Witte sieht im Hallenneubau kein Konkurrenzprojekt, sondern eine willkommene Ergänzung. „Der Standort Limmer wird dadurch gestärkt. Wer ins Freibad will, kommt auch weiter zu uns.“

Marcel Schwarzenberger

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