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West Freibäder blicken in leere Kassen
Hannover Aus den Stadtteilen West Freibäder blicken in leere Kassen
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11:38 20.10.2011
Im Frühjahr waren die Freibäder wie das Volksbad Limmer gut besucht, im Sommer herrschte Flaute. Quelle: Schaarschmidt.
Ricklingen/ Limmer

Der Sommer 2011 geht in die Geschichte der Bäder in Limmer und Ricklingen als die schlechteste Saison der vergangenen mindestens fünf Jahre ein. Dauerregen in den sonst besucherstarken Monaten ließ das zahlende Publikum fern bleiben. Das geht an die Substanz der Vereine, die die Freibäder betreiben und nun mit verhaltener Hoffnung auf das nächste Jahr blicken. „Wir setzen auf ein wenigstens durchschnittliches Ergebnis“, sagt Gerd Weßling vom Ricklinger Bad. Dort wie auch im Fössebad und im Volksbad Limmer wird mit Sorge auf die Jahresbilanzen geschaut, an denen derzeit noch gearbeitet wird.

„Es war in jedem Fall die schlechteste Saison der letzten fünf bis zehn Jahre“, sagt Carsten Koch, Betriebsleiter im Fössebad. Vor allem in der für Bäder wichtigen Ferienzeit hatte es viel geregnet. Das Fössebad mit seiner Kombination aus Hallen- und Freibad ist allerdings ein Sonderfall; die Besucherzahlen beider Anlagen werden nicht getrennt erfasst. Einen Eindruck von der Saison gibt die Statistik dennoch wieder: So zeigte sich der Mai mit 6354 Badegästen zwar noch von seiner guten Seite. In diesem Monat stieg die Zahl der Besucher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 5416 Besuchern sogar um 938. Der Einbruch war im Juli dafür umso dramatischer – nur 7557 Besucher kamen ins Fössebad – im Juli 2010 waren es mit 22 132 Badegästen fast dreimal so viel.

Im Volksbad Limmer wird noch gezählt. „Aber wir haben bestimmt gut zwei Drittel weniger Besucher als 2010“, sagt Betriebsleiter Robin Witte. Er sei seit 2005 dabei, eine schlechtere Saison habe er noch nicht erlebt. Ähnliches sagt auch Weßling von der Aegir-Betriebsgesellschaft in Ricklingen. „Bisher galt 2007 als sehr schlechtes Jahr; damals kamen rund 57 000 Besucher zu uns.“ 2010 sei dann mit 81 000 Badegästen eine fantastische Saison gewesen. Das Ziel von Aegir: Zwischen diesen beiden Extremen müssten sich die Besucherzahlen bewegen. Doch die aktuelle Saison unterlief in Ricklingen selbst die schlimmsten Erwartungen: „Wir hatten nur 48 000 Gäste“, berichtet Weßling. Ein schwerer Schlag für das Ricklinger Bad, das 2005 von der Stadt an den Verein Aegir abgegeben wurde und das Verluste aus eigener Kraft kaum ausgleichen kann. „Wir befürchten ein Minus von gut 20 000 Euro“, sagt Weßling.

Die Betreiber der Bäder machen sich ständig Gedanken darüber, wie sie mehr Besucher in die Einrichtungen locken können – wenn aber das Wetter nicht mitspielt, sind die Möglichkeiten begrenzt. Für das Fössebad hofft der Betreiber, der Wassersportverein Hannover-Linden (Waspo), dass die Politik dem Bau einer neuen Schwimmhalle zustimmt und diesen finanziell unterstützt. Robin Witte setzt im Volksbad auf kontinuierliche Verbesserungen im Angebot. „Wir planen den Neubau eines Kinderplanschbeckens“, sagt er. Im nächsten Jahr, spätestens aber 2013, soll es soweit sein. Witte hofft, dass sich ein ähnliches Finanzierungsmodell verwirklichen lässt wie jenes, das vor einem Jahr die neue Solaranlage für die Beheizung des Schwimmerbecken ermöglicht hat. Rund 90 000 Euro kamen dafür aus der Stadtkasse, vom Stadtsportbund sowie aus Spenden zusammen. Ein attraktives Bad zieht mehr Publikum an – nach diesem Rezept arbeiten auch die Ricklinger. Aegir hat erst vor Kurzem das große Becken saniert und die Grünanlagen neu gestaltet. „Damit sind unsere Möglichkeiten aber eigentlich ausgeschöpft“, meint Weßling. Zudem will Aegir für die nächste Saison Besucher nach Verbesserungsvorschlägen und Wünschen fragen.

Marcel Schwarzenberger

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