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West Gefahren in der Gartenstraße
Hannover Aus den Stadtteilen West Gefahren in der Gartenstraße
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06:00 04.04.2015
Soll nicht mehr als Durchfahrt missbraucht werden: Für die Gartenstraße ist eine Teilsperrung vorgesehen. Quelle: Mario Moers
Hannover

 Autofahrer nutzen die Gartenstraße als Abkürzung, um schneller ans Ziel zu kommen - und damit stören und gefährden sie die Anlieger. Damit soll jetzt Schluss sein. Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt will die Abkürzung stilllegen: Die Politiker fordern eine Teilsperrung der Gartenstraße.

„Sehen Sie, das geht den ganzen Tag so“, schimpft Gerd Kasten mit Blick auf den Durchgangsverkehr vor seiner Haustür. Der Bewohner der Gartenstraße hat bereits 2004 eine Unterschriftenaktion organisiert, der sich fast alle seine Nachbarn anschlossen. Schon damals forderten sie verkehrsberuhigende Maßnahmen in ihrer Straße - bis zu 120 Autos pro Tag wurden seinerzeit gezählt. „Von denen hat niemand hier gewohnt“, ärgert sich Kasten.

Getan hat sich seitdem nichts. Der Protest ist im Sande verlaufen, die Situation ist die gleiche geblieben. Die Gartenstraße wird von Autofahrern als Abkürzung genutzt, um die Ampel an der Kreuzung Heisterbergstraße und Richard-Lattorf-Straße zu umfahren. Die Supermärkte an der Heisterbergallee verstärken das Problem. Tatsächlich ist das Verkehrsaufkommen in dem vorwiegend mit Einfamilienhäusern bestückten Quartier auffällig hoch. „Wenn ich rückwärts aus meiner Ausfahrt will, muss ich höllisch aufpassen“, sagt ein Anwohner, der anonym bleiben will. Elf Jahre nach dem ersten Versuch haben sich die Anlieger der Gartenstraße jetzt erneut an den Bezirksrat gewandt. Der verabschiedete jüngst einstimmig einen Antrag der Grünen, der den Durchgangsverkehr von der Gartenstraße fernhalten will.

Die Verwaltung prüft nun, ob eine Teilsperrung der Straße zwischen dem Moritz-Simon-Weg und der Parkstraße möglich ist. Zusätzlich sollen die Garten- und die Parkstraße Einbahnstraßen werden. Um Fußgänger besser zu schützen, sieht der Antrag den Ausbau des rechten Fußweges im Abschnitt von der Heisterbergallee zum Moritz-Simon-Weg vor. „Ich würde mich freuen, wenn sich hier am Ende doch noch was tut“, zeigt sich der frühere Beschwerdeführer Kasten mit der jüngsten Entwicklung zufrieden. Er hat auch schon einen Vorschlag, wie die Beruhigung am besten gelingen könnte. „Da vorn standen früher drei Poller, die eine Einfahrt in die Straße verhindert haben“, sagt er und zeigt auf drei noch sichtbare Löcher im Asphalt an der Einmündung zur Parkstraße. Im Zuge von Straßenbauarbeiten wurden die Poller nach der Jahrtausendwende entfernt - und die Abkürzung entstand.

Die Wiederaufnahme der Causa Gartenstraße könnte sich womöglich auch auf andere Engpässe im Stadtbezirk auswirken. Die CDU-Fraktion hat einen Antrag formuliert, mit dem die Verwaltung aufgefordert wird, ein Konzept gegen den Missbrauch verkehrsberuhigter Straßen als Umfahrungen oder Abkürzungen zu erarbeiten. Genannt werden darin bereits die Bergkammstraße und der Stollenweg. Über diesen Antrag wird aber erst in der nächsten Sitzung am 7. Mai abgestimmt.

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