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West Lindens Wirte ringen um Public Viewing auf dem Marktplatz
Hannover Aus den Stadtteilen West Lindens Wirte ringen um Public Viewing auf dem Marktplatz
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00:44 06.05.2018
Voller Marktplatz: Zur EM vor zwei Jahren hatte noch das Centrum ein Public Viewing angeboten Quelle: Archiv
Linden-Mitte

 Wenn sich bald die besten Fußballteams aus der ganzen Welt messen, können auch die Lindener wieder auf besondere Weise live dabei sein: Zur Weltmeisterschaft, die vom 14. Juni bis zum 15. Juli in Russland ausgetragen wird, gibt es erneut ein Public Viewing auf dem Lindener Marktplatz. Ob allerdings in diesem Jahr auch wieder vor der Kneipe Centrum gejubelt wird, ist noch offen – bisher hat nur das benachbarte GIG hat den Zuschlag von der Stadt bekommen.

„Wir wollten das einfach mal versuchen“, sagt GIG-Chef Michael Solms. Die Bewerbung hat die Verantwortlichen bei der Stadtverwaltung offenbar überzeugt. Solms will südlich des Marktplatz-Brunnens eine vier Meter breite und 2,50 Meter hohe Videowand mit moderner LED-Technik aufstellen, die zur Falkenstraße hin ausgerichtet ist. Darauf sollen alle WM-Spiele zu sehen sein.

Gig plant landestypische Speisen

Laut Stadt ist die Veranstaltung für 1000 bis 1500 Fans konzipiert und genehmigt. Die Besucherzahlen hingen davon ab, ob die deutsche Mannschaft spielt oder andere Nationen gegeneinander antreten, meint Solms. Rund um die Videowand will das Gig-Team Tresen aufstellen, an denen Bier und alkoholfreie Getränke ausgeschenkt werden. „Wir überlegen auch, zu den Spielen der jeweiligen Nationen landestypische Speisen anzubieten – das soll ein Fest der Nationen werden.“

Die Zusage der Stadt freut ihn. „So etwas Großes haben wir hier in Linden noch nicht gemacht“, sagt Solms, der deutschlandweit Bierfeste mit mehreren Tausend Teilnehmern veranstaltet. In den vergangenen Jahren hatte er zur EM oder WM stets nur einen Fernsehschirm neben dem GIG-Eingang angeschraubt und dort ein Mini-Public-Viewing angeboten. Vor zehn Jahren zum ersten Mal und vor sechs Jahren zum letzten Mal. „Dann haben wir uns ganz auf unsere Bierfeste konzentriert“, begründet er die Public-Viewing-Pause.

Nicht unerheblich dürfte aber auch die Tatsache gewesen sein, dass das benachbarte Centrum die Regie in dieser Sparte übernommen hatte. Mit wachsendem Erfolg richteten Betreiber Romec Manns und sein Team auf der anderen Seite des Brunnens in den vergangenen Jahren regelmäßig ein großes Public Viewing aus, zu dem bei besonders beliebten Spielen zwischen 1000 und 1500 Fans kamen. Vor zwei Jahren zur EM hatte Manns eigens einen alten Daimler-Truck gekauft, um darauf eine große Videowand zu installieren. 

Keine zwei Veranstaltungen

Die Stadt begründet ihre Entscheidung für das GIG damit, dass dessen Antrag als erster vorgelegen habe. „Grundsätzlich gilt, wer zuerst beantragt, dessen Antrag wird zuerst geprüft“, sagt Stadtsprecherin Christina Merzbach. „Ein qualitatives Abwägen zwischen verschiedenen Anträgen ist hierbei nicht möglich.“ Inzwischen habe auch das Centrum ein Public Viewing beantragt. Die Verwaltung halte es aber für „schwer vorstellbar“, zwei gleichartige Veranstaltungen auf dem Marktplatz zu genehmigen. Mit dem Fußball-Event des GIG sei bereits der überwiegende Teil des Platzes belegt.  

Centrum-Wirt Manns will sich nicht geschlagen geben – und an einem Public Viewing vor seiner Kneipe in einer ähnlicher Größenordnung wie in den Vorjahren festhalten. Am Montag habe er ein weiteres Gespräch mit der Stadt geführt, sagt er. Und: „Wir sind optimistisch, dass es in ein bis zwei Wochen eine Lösung geben wird.“ Die Stadt gibt noch keine Prognose über den Fortgang der Dinge ab. „Wir werden die von Herrn Manns vorgetragenen Argumente prüfen“, erklärt Stadtsprecherin Merzbach.

Von Juliane Kaune

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