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West Friedhof entfernt Holzkreuz ohne Vorankündigung
Hannover Aus den Stadtteilen West Friedhof entfernt Holzkreuz ohne Vorankündigung
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02:16 29.04.2018
Nur noch ein Schild, kein Holzkreuz mehr da – Frank Kaftan vor der Grabstätte seiner Mutter und seiner Uroma. Quelle: Foto: Franson
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Ricklingen

Als Frank Kaftan und seine Freundin seiner 2015 verstorbenen Mutter zum sechzigten Geburtstag Blumen ans Grab bringen wollten, waren sie geschockt. Das Holzkreuz auf der Grabstätte des Ricklinger Stadtfriedhof war weg – stattdessen stand dort nur ein Schild mit der Aufschrift „Die Angehörigen werden gebeten, im Friedhofsbüro vorzusprechen“. „Im ersten Moment dachte ich, es hätte jemand gestohlen“, erzählt Kaftan. Er habe beim Friedhofsbüro angerufen, dort sagte ein Mitarbeiter ihm, das Kreuz wurde demontiert, da es länger als ein Jahr auf dem Grab stand, so der Angehörige. 

Kaftan wusste von der Satzung des Friedhofes, dass ein lasiertes Holzkreuz nur ein Jahr auf der Grabstätte stehen darf und dass es von einem professionellen Betrieb angefertigt werden müsste. Allerdings stand ein Kreuz dort seit Ende 2010. „Vor siebeneinhalb Jahren ist meine Uroma verstorben und da Beerdigungen relativ teuer sind, haben wir uns für ein Holzkreuz entschieden“, erklärt der Angehörige. 2015 wollten er und sein Vater sich um einen Grabstein kümmern, doch dann kam der unerwartete Tod seiner Mutter dazwischen. „Wir haben das alte Kreuz durch ein neues Kreuz ersetzt, damit die Grabstätte nicht namenlos ist“, sagt Kaftan. Dieses sei auch von einem professionellen Betrieb angefertigt worden.

Angehörige bekommen nicht mal ein Schreiben

Der Angehörige ist allerdings über die Vorgehensweise der Friedhofmitarbeiter entsetzt. „Mich macht allein der Gedanke traurig, wütend und fassungslos, dass so mit Angehörigen von Hinterbliebenen umgegangen wird“, ärgert er sich. Kaftan hätte sich gewünscht, dass zumindest ein persönliches Schreiben des Friedhofes bei ihm eingegangen wäre.

Die Stadt Hannover äußerte sich auf Nachfrage dazu. „Üblicherweise wird vor Entfernen eines solchen Kreuzes die Familie verständigt“, teilt Pressesprecher Dennis Dix mit. „Das ist in diesem Fall leider nicht gemacht worden und das bedauern wir.“ Die Friedhofsverwaltung werde mit den Angehörigen Kontakt aufnehmen, um die Möglichkeiten eines Ersatzes für das Kreuz zu besprechen, erklärt er weiter.

Vor zwei Jahren gab es schon einmal einen ähnlichen Fall, ebenfalls auf dem Ricklinger Friedhof, wo die Angehörige ebenfalls nicht persönlich benachrichtigt wurde. Dort wurde das Holzkreuz nach 16 Monaten entfernt. Die Angehörige Gerda K. hatte damals nicht mal eine Nachricht der Friedhofsverwaltung auf der Grabstätte ihres verstorbenen Ehemannes. 

Solange Frank Kaftan und sein Vater nicht das Geld für einen Grabstein aufbringen können, muss das Grab namenslos bleiben. „Ich zahle immer noch die Beerdigung meiner Mutter ab“, verrät der Angehörige. Er möchte dafür kämpfen, dass das Holzkreuz wieder aufgestellt werden darf. Kaftan hat eine Online-Petition ins Leben gerufen, und bis jetzt haben 87 Personen unterzeichnet. „Die Stadt Hannover und der Ricklinger Friedhof sollen sehen, dass ein Kreuz niemanden stört“, schreibt er in seinem Aufruf bei Facebook.

Von Laura Ebeling 

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