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West IGS Linden wird Partnerschule der Ideen Expo
Hannover Aus den Stadtteilen West IGS Linden wird Partnerschule der Ideen Expo
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16:00 24.06.2018
Oskar (von links), Taifun, Béla, Majed und Xavier zeigen eines der Rätsel im selbst erdachten Exit-Room der IGS Linden.
Oskar (von links), Taifun, Béla, Majed und Xavier zeigen eines der Rätsel im selbst erdachten Exit-Room der IGS Linden. Quelle: Sonja Steiner
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Linden-Mitte

Was haben ein Kästchen aus Lego, eine selbst gebastelte Holzkiste, ein Schlüssel und eine Tafel mit Zahlen mit der Ideen-Expo zu tun? Wenn man daraus sechs knifflige Rätsel macht und drumherum einen dunklen Raum baut, wird daraus ein Exit-Room, lautet die Antwort. Einen solchen Rätselraum hatte sich der Wahlpflichtkurs „Experimentieren an der IGS Linden“ ausgedacht – und damit auf der Ideen-Expo einen Publikumsmagneten geschaffen. Das Projekt unter Leitung der Lehrerinnen Juliane Schäfer und Anne Chaunière kam so gut an, dass die Schule jetzt als Partnerschule der Ideen-Expo ausgezeichnet wurde.

„Wir mussten Listen machen, weil so viele in den Raum wollten“, erinnert sich IGS-Schüler Xavier. „Und einige Rätsel haben wir vereinfacht, weil sie zu schwer waren“, ergänzt Béla. „Ich bin mächtig stolz auf euch“, lobte Schulleiter Peter Schütz die Schüler bei der Übergabe des Schildes, das die IGS als Partnerschule der Ideen-Expo ausweist und im Eingangsbereich angebracht werden soll.

Rätselraum wird in Schule eingerichtet

Ein Schild ist nett, viel besser finden die Mitglieder des Teams im Alter von 13 bis 14 Jahren jedoch die Tatsache, dass der Exit-Room jetzt in ihrer Schule eingerichtet wurde. „In der Mittagspause ist immer jemand von uns oder ein Lehrer da, um aufzupassen, dass die Besucher auch wieder rauskommen“, erklärt Taifun. Denn nur, wer die Rätsel in dem schummrig beleuchteten Raum löst, erfährt die richtige Zahlenkombination, mit der das Vorhängeschloss an der Tür gesichert ist und kann wieder hinaus.

„Wir haben schon sehr viele Anmeldungen, auch von anderen Schulen“, berichtet Juliane Schäfer. Und Förderlehrerin Anne Chaunière ergänzt: „Es ist wirklich toll, was die Schüler hier geleistet haben. Bei der Umsetzung der Ideen haben alle sehr gut zusammengearbeitet“, betont sie mit Blick auf die heterogene Truppe, bei der Förderschüler gleichberechtigt mitgemacht haben. Zwischen fünf und 20 Minuten kann es dauern, bis das Rätsel gelöst ist. „Einige haben es auch gar nicht geschafft“, berichtet Béla. Es wird immer eine Gruppe mit maximal fünf Schülern in den Exit-Room gelassen. So können sich die Teilnehmer beim Rätseln gegenseitig unterstützen.

Nicht zuletzt trainiere diese Zusammenarbeit die Kooperationsbereitschaft und fördere den Zusammenhalt des Teams, sagen die beiden Lehrerinnen. Auf die Frage, welche Idee die coolste sei, antwortet Taifun spontan: „Das Schild mit den Nummern.“ Und was ist das schwierigste Rätsel? „Wie man die Box öffnet“, meint Béla. Das können die Schüler der IGS Linden ab jetzt in der Mittagspause selbst testen.

Von Sonja Steiner