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West Kinder bauen kreative Radios im Museum für Energiegeschichte(n)
Hannover Aus den Stadtteilen West Kinder bauen kreative Radios im Museum für Energiegeschichte(n)
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08:44 25.08.2011
Der neunjährige Ari Denson zeigt sein selbst gebasteltes Roboter-Radio im Museum für Energiegeschichte(n). Quelle: Kristoffer Finn
Calenberger Neustadt

Niedlich sieht es aus, das Roboter-Radio. Die Nase ist eine Glühbirne, den Korpus bildet eine alte Vase, die Augen bestehen aus runden Scheiben und blauem Schmuckstein. Und das Unikum ist nicht alleine, 37 andere Radios stehen neben ihm auf dem Tisch im Museum für Energiegeschichte(n) – etwa eine Gitarre, ein Gewächshaus oder eine Polizeistation. Die Aktion „Radios bauen und Technik erleben“ in der Calenberger Neustadt hat auch in diesem Jahr wieder 150 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren begeistert. Während der Sommerferien hatten die jungen Nachwuchstechniker unter Anleitung von Museumsmitarbeitern und technischen Auszubildenden der Firma e.on Avacon ihr eigenes Radio gebaut. Am vergangenen Freitag kamen 38 von ihnen zu einem gemeinsamen Abschlussfest in die Humboldtstraße 32, um ihre Radios und die daheim gebauten Gehäuse vor Familie und Freunden zu präsentieren.

„Mein Radio hat die Form eines Roboters, der aus echten Elektroteilen besteht“, erläutert Ari. Dem Neunjährigen hat die Arbeit an seinem Werk sichtlich Spaß bereitet: „Ich bin erst vorgestern fertig geworden.“ „Unser Konzept beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz“, sagt Museumsreferentin Silvia Schmitz. Die Kinder sollten lernen, Technik zu verstehen, dabei aber auch ihre Kreativität ausleben können. Die Naturwissenschaften seien ab einem bestimmten Alter leider nicht mehr gefragt: „Deshalb wollen wir mit unseren Aktionen eine Brücke zur Technik schlagen.“

Dass Technik begeistert, ist auch Lucca anzumerken. „Die grünen Kabel sind die Antenne, die Schwarzen führen zu den Lautsprechern“, beschreibt er den Aufbau seines Gewächshaus-Radios. „Insgesamt mussten wir 50 Einzelteile verbauen.“ Der Zwölfjährige hat noch ein wenig mehr getan: Sein Radio ist mit echter Erde, Klee und Gräsern ausgestattet. Bei Musik würden Pflanzen eben besser wachsen, meint er.

Trotz des großen Einsatzes wurden am Freitag aber weder Aris noch Luccas Radio zum schönsten Exponat der kleinen Ausstellung gewählt; das gekürte Modell in Form eines Wohnwagens stammt von Isabelle Gröber. „Die Kreativität der Teilnehmer ist wirklich erstaunlich“, sagt Museumsreferent Werner Koch. Es gehe aber primär nicht darum, bestimmte Einzelleistungen zu prämieren, sondern den Kindern die Hemmungen vor dem Umgang mit Technik zu nehmen.

Noch bis zum 31. Oktober zeigt das Museum für Energiegeschichte(n) die Ausstellung „Elektrisierend – Werbung für Strom 1890-2010“. Die Schau bietet einen umfassenden Überblick über die Werbung für Strom in Deutschland – von den Kindertagen der Elektrizität bis in die vollelektrische Gegenwart. Zu sehen sind über 200 Exponate, darunter wertvolle Leihgaben namhafter Künstler wie Peter Behrens oder Louis Oppenheim. Geöffnet ist das Museum dienstags bis freitags von 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Anne Wecking

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