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West Kontroverse um Flüchtlingsheim
Hannover Aus den Stadtteilen West Kontroverse um Flüchtlingsheim
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13:33 24.04.2013
Von Christian Link
Das Flüchtlingsheim Empelde soll an der Eichendorffstraße gebaut werden. Die Fläche südlich des Schnellwegs gehört zu Badenstedt, liegt aber nah an Empelde. Quelle: Siegmund
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Badenstedt

Die Stadt plant das Flüchtlingsheim in Badenstedt am Bürger vorbei - so lautet der Vorwurf des CDU-Fraktionsvorsitzenden Norbert Dudda im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt. Der Standort und der Mietvertrag wurden in der jüngsten Sitzung des Gremiums unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen - die CDU enthielt sich in der Abstimmung. Laut den derzeitigen Verwaltungsplänen soll das Gebäude zwischen B65 und Eichendorffstraße direkt an der Grenze zu Empelde gebaut werden.

„Das ist unglücklich gelaufen“, findet auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Rainer Göbel. Die Verwaltung habe die Kommunalpolitiker erst vor wenigen Wochen über das Projekt informiert. „Wir sind etwas überrascht worden“, sagt Göbel. Vorher habe es nur vage Andeutungen gegeben. „Da hätte die Verwaltung ihre Hausaufgaben noch besser machen können“, findet er. Einen Bürgerprotest gegen das Flüchtlingsheim wie in Bothfeld erwartet Göbel nicht. „Das geplante Flüchtlingsheim ist ja abseits von Badenstedt gelegen“, sagt er. Ärger über den Standort gibt es aber bei der Ronnenberger SPD. „Hier werden die Probleme der Landeshauptstadt exportiert“, hatte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Rudi Heim kritisiert.

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Das Flüchtlingsheim soll noch im Dezember stehen

Göbel kündigte ein klärendes Gespräch mit der Ronnenberger SPD an. Auch die Stadt Hannover zeigt sich redebereit. Sie will mit der Stadt Ronnenberg über den umstrittenen Bauplatz sprechen, sagt Sprecher Dennis Dix. Das Flüchtlingsheim soll noch im Dezember stehen. Bauherr ist die GBH, die das Haus zehn Jahre lang für insgesamt 2,2 Millionen Euro an die Stadt vermietet. Nach Ablauf der Mietdauer geht das Haus in den Besitz der Stadt über. Weil die zusätzlichen Wohnplätze für Flüchtlinge so schnell wie möglich gebraucht werden, soll der Bau noch in diesem Sommer beginnen.

Das Baugrundstück befindet sich bereits im Besitz der Stadt. Laut Flächennutzungsplan ist der Acker zwar für die Landwirtschaft vorgesehen, baurechtliche Probleme befürchtet die Stadt aber trotzdem nicht. Die Verwaltung erwartet, dass ein Wohnheim an dieser Stelle eine befristete Genehmigung bekommen wird. „Das Projekt dient dem Wohl der Allgemeinheit und stellt den Flächennutzungsplan insgesamt nicht infrage, weil es nur einen kleinen Teil der Gesamtfläche beansprucht“, sagt Behördensprecher Dennis Dix.

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