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West Kreativoffensive für junge Talente
Hannover Aus den Stadtteilen West Kreativoffensive für junge Talente
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11:57 03.12.2014
Von Juliane Kaune
Sind mit dabei: Bea Tinzmann und Mansha Friedrich. Quelle: Felix Schledding
Hannover

Acht Kreativprofis und 100 Schülerinnen und Schüler, die Lust haben, selbst etwas zu gestalten - das ist das Team eines neuen Projekts, das jetzt im Kronsberg-Stadtteilzentrum Krokus an den Start gegangen ist. „Hauptsache in Bewegung“ haben die Organisatoren von der Stadt Hannover, dem Musikzentrum und dem Wissenschaftsladen ihr Konzept genannt. Das Ziel: Binnen drei Jahren sollen die jungen Leute auf künstlerisch-kreative Weise ihre Stadtteile erobern.

Der Untertitel des Projekts lautet „Quattro Stationi“. Damit sind die vier Schulen gemeint, die sich daran beteiligen. Drei Schulen aus dem Westen Hannovers sind dabei: die IGS Linden, die Peter-Ustinov-Hauptschule in Ricklingen und die Martin-Luther-King-Förderschule in Oberricklingen. Außerdem die Pestalozzi-Hauptschule in Anderten. Passenderweise gab es am ersten gemeinsamen Kreativnachmittag im Krokus zur Stärkung für alle 100 Jugendlichen Pizza „Quattro Stagioni“ („Vier Jahreszeiten“) - die Namensähnlichkeit mit dem Titel des Projekts war durchaus beabsichtigt.

Die Schüler hatten auch gleich Appetit auf mehr: Iyabo Kaczmarek, die die künstlerische Leitung hat, erklärte ihnen genau, worum es geht. In wöchentlichen Eintagesworkshops oder in eigens organisierten Projektwochen sollen die zwischen zehn und 14 Jahren alten Nachwuchstalente von erfahrenen Könnern lernen, wie sie ihrer Kreativität am besten freien Lauf lassen. Die ausgewählten Themenbereiche reichen von Theater, Skulptureninstallation, Urban Gardening, Graffiti, Fotografie, Rap-Musik und Klettern bis zu verschiedensten künstlerischen Interaktionen. Mit Bewegungs- und Kommunikationsspielen wurde bei dem ersten gemeinsamen Treffen im Krokus schon einmal der Anfang gemacht, um sich gegenseitig kennenzulernen.

Mit dabei waren auch die acht Profis, die die Jugendlichen während der gesamten Projektphase betreuen werden. Es sind Street-Art-Künstlerin Mansha Friedrich und Theaterregisseurin Bea Tinzmann, Erlebnispädagoge Sven Teiwes und Theaterpädagoge Günter Kömmet, Fotografin Isabel Winarsch und Theaterregisseur Rouven Costanza sowie Metallbildhauerin Iris Temme und Theaterpädagogin Annika Winkler. Darüberhinaus werden in unregelmäßigen Abständen auch andere Kreative mit den jungen Leuten arbeiten. „Wir konnten rund 20 weitere Künstler gewinnen“, sagt Kaczmarek. Dazu zählen etwa ein Techniker für Lichtinstallationen, Musiker verschiedenster Stilrichtungen oder Tänzer, zum Beispiel aus der Breakdance- und Hip-Hop-Szene.

Die Lehrer, die zum Projektstart dabei waren, freuten sich, dass ihre Schüler nun auch außerhalb des Kunstunterrichts gestalterisch tätig werden können. Weiterer Pluspunkt aus Sicht der Pädagogen: Die Schüler erlernen soziale Kompetenzen und sammeln neue Erfahrungen mit ihren Klassenkameraden auch außerhalb des Schulgebäudes.

Die ersten Workshops sollen nach den Sommerferien beginnen. Projektleiterin Kaczmarek stellt sich vor, dass es künftig eine feste Anlaufstelle für alle kreativen Aktivitäten geben wird. Die ehemalige Skaterhalle in Leinhausen würde sich bestens dafür eignen, sagt sie. Allerdings ist dies bisher noch nicht mehr als eine Idee.

Kaczmarek und ihre Mitstreiter sind darüberhinaus auf der Suche nach anderen öffentlichen Orten, an denen die Schüler ihre künstlerischen Talente auf verschiedene Weise erproben können. Infrage kommen leerstehende Ladenlokale sein, eine Bahnstation oder auch ein Bunker. „Zusammen mit den Schülern wollen wir solche Kreativstationen auswählen.“ Ob und wie die jeweiligen Eigentümer der Gebäude das Projekt dabei unterstützen werden, muss sich zeigen. „Die Erfahrungen, die wir bisher mit solchen Aktionen gemacht haben, sind positiv“, betont die Projektleiterin. Außerdem gehe es nicht darum, gleich Graffiti an die Wand zu sprühen. „Eine selbst gezimmerte mobile Holzwand tut es auch.“ Im Fokus sollten temporäre Installationen stehen.

„Hauptsache in Bewegung“, gab es in den Vorjahren bereits in kleinerer Form im Raschplatz-Pavillon und im Fairkaufhaus. 2103 bekam das Projekt den „Mixed-up“-Preis des Bundesministeriums für Familien.

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