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West Wie findet man mit 60+ den richtigen Partner?
Hannover Aus den Stadtteilen West Wie findet man mit 60+ den richtigen Partner?
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00:17 23.04.2019
Liebesgeschichten: Hanne Huntemann berichtet ihren Zuhörern und Zuhörerinnen über die Zweisamkeit älterer Menschen. Quelle: Foto: Villegas
Linden-Mitte

„Wer möchte sich noch mal verlieben?“ Mit dieser Frage beginnt Hanne Huntemann ihre Lesung im Veranstaltungszentrum des Kommunalen Seniorenservice Hannover im Ihme-Zentrum. Leicht zögerlich gehen doch einige Hände nach oben. Somit waren die knapp 70 Besucher genau am richtigen Ort. Denn Huntemann liest aus ihrem gemeinsam mit Angela Joschkos verfassten Buch „Liebe auf den späten Blick: Partnersuche 60+“ – und sie erzählt Geschichten von Menschen, die ihr Glück noch einmal gefunden haben.

An den Beginn der Lesung stellt die Autorin zwei Botschaften: „Liebe mit 60, 70, 80 ist möglich.“ Aber man müsse aktiv werden, „von Nichts kommt Nichts.“ Mit ihrem Buch wollen sie und ihre Koautorin Menschen Mut machen, es noch einmal zu probieren – und aktiv etwas dafür zu tun. Während Huntemann erzählt, stößt sie auf viel Zustimmung. Ihre Zuhörer lächeln und nicken. „Die Veranstaltung hat mich sehr interessiert, weil ich selber noch auf der Suche bin“, erklärt ein Besucher. Schnell kommt es zu Fragen, eine richtige Diskussion entsteht allerdings nicht.

„Wir haben nichts mehr zu verlieren, außer das Leben“, liest Huntemann aus einem Kapitel. Früher sei gesagt worden sei, es komme etwas Besseres nach, heute bleibe keine Zeit mehr. Die Autorin selbst hat ihren jetzigen Partner im Internet gefunden. Flirten, Komplimente machen und ein selbstbewusstes Auftreten müssten viele ältere Menschen erst wieder üben – der Kontakt über das Internet funktioniere da häufig besser.

Als Huntemann von ihren Veranstaltungen „Speeddating 60+“ in Bremen berichtet, sind viele der Zuhörer begeistert. Weil es eine derartige Veranstaltung in Hannover noch nicht gibt, hätten einige Gäste nach der Lesung überlegt, ein solches Angebot auch in Hannover zu organisieren, sagt Jürgen Mai, der zuständige Sachgebietsleiter im Fachbereich Senioren. Erfreulich sei, dass sich auch die wenigen männlichen Besucher interessiert gezeigt hätten. Das Hauptproblem der Speeddatings sei der „Männermangel“, sagt Huntemann.

Nachdem sie viele Geschichten von einer erfolgreichen Partnersuche erzählt hat, stellt sie aber klar, dass es natürlich auch Enttäuschungen gibt. „Es klappt nicht immer.“ Die Schattenseite einer Liebe im Alter sei zudem, dass die gemeinsame Zeit, die man noch vor sich hat, nicht mehr ganz so lang ist. Auch darum plädiert die Autorin für Kompromissbereitschaft, Offenheit und Großzügigkeit. Liebe im Alter, sagt sie, sei eine Möglichkeit, einen Teil „ungelebten Lebens“ nachzuholen.

Von Amelie Rook

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