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West Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum fordert Neuordnung des Eigentums
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Linden-Mitte: Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum fordert Neuordnung des Eigentums

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00:16 21.05.2019
Fordert eine Neuordnung der Eigentumsstruktur des Ihme-Zentrums: Gerd Runge von der AG Architektur und Städtebau der Zukunftswerkstatt. Quelle: Mario Moers
Linden-Mitte

Im Traum der jungen Architekten fliegt eine Taube friedlich über das modernisierte Ihme-Zentrum. In der Realität hängt eine tote Taube zerfleddert in einem Netz über dem Fußgängerweg. Harsche Realität und Hoffnung bilden in dem maroden Komplex am Ihme-Ufer dieser Tage starke Kon-traste. Zwei Monate nachdem der neue Großeigentümer Lars Windhorst im Rathaus versprach, bald viele Millionen zu investieren, bleibt das Gebäude in Teilen eine Ruine. Und dass der Investor in der vergangenen Woche einer Einladung des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme Zentrum zu einer Ausstellungseröffnung nicht nachkam, dürfte wohl auch die Veranstalter nicht gewundert haben.

Vor 25 Besuchern präsentierte der Verein futuristische Sanierungsentwürfe in der Ausstellung „Brutal schön“. Darin versammelt sind elf Visionen für eine Revitalisierung und Umnutzung des Gebäudes, die Architekturstudenten der Leibniz-Universität bereits 2018 erarbeitet haben. Ein dazugehöriger Katalog ist bereits vergriffen, soll aber in den nächsten Tagen kostenlos unter www.ihmezentrum.info angeboten werden.

Bei der Vernissage erneuerte Gerd Runge, Sprecher der AG Architektur und Städtebau der Zukunftswerkstatt, die Forderung, die Eigentumsstruktur des Zentrums „grundlegend neu zu ordnen“. Schlüssel hierzu sei das Entflechten der Wohneinheiten, der brach liegenden Gewerbeflächen und des Sockelgeschosses. „Der Sockel ist das Problem“, sagte Runge. „Wir hoffen, dass Herr Windhorst erkennt, dass er von einer Neuordnung profitiert.“

Die AG strebt seit etwa drei Jahren eine Untersuchung an, die wiederum die rechtliche Grundlage für Beteiligungsformate und ein Sanierungsprogramm sein soll. Konkrete politische oder juristische Schritte in diese Richtung gibt es derweil keine. Um dennoch am Ball zu bleiben, hat die AG nun ein Thesenpapier mit elf Bausteinen online gestellt. Es versammelt Konzepte, die zeigen, wie der Sockel mit neuem Leben gefüllt werden könnte. Eine zusätzliche Brücke zur Calenberger Neustadt gehört dazu, ein Paket­ver­teil­zentrum in der Tiefgarage oder eine Sonderwirtschaftszone für Flüchtlinge. Konkreter am aktuellen Bedarf des Quartiers ausgerichtet ist die Idee, das Godehardistift, die IGS-Linden oder das Stadtarchiv vorübergehend im Komplex unterzubringen.

Von Mario Moers

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