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West Bücherschrank des Nachbarschaftskiosk in Linden-Süd feiert Geburtstag
Hannover Aus den Stadtteilen West Bücherschrank des Nachbarschaftskiosk in Linden-Süd feiert Geburtstag
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00:16 02.05.2019
Gespräche am Bücherschrank: Der Kulturkiosk bringt die Menschen am Sporlederweg zusammen. Quelle: Moritz Frankenberg
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Linden-Süd

Zum Welttag des Buches am Dienstag hat der öffentliche Bücherschrank des Nachbarschaftskiosks am Sporlederweg in Linden-Süd seinen zweiten Geburtstag gefeiert. Es gab ein Büfett mit Selbstgebackenem, Suppe und Getränken, zudem konnten die knapp 20 Besucher mithilfe der Kulturvermittlerin Aylin Horata ihre Nachbarn zeichnen. Dabei erklärte Horata ihnen unterschiedliche Möglichkeiten Haarfarben und -strukturen oder Hautfarben abzubilden. „Wir möchten zeigen, wie vielfältig die Nachbarschaft ist“, sagte sie.

Der Nachbarschaftskiosk der Immobiliengesellschaft Vonovia soll die Bewohner des Quartiers zusammenbringen und Gespräche anregen. „Unser Ziel ist es, durch verschiedene Veranstaltungen Begegnungsanlässe zu schaffen“, erklärte Martin Lage, Projektverantwortlicher für den Kiosk. Statt zu Hause zu sitzen, treffen sich dort Menschen aus verschiedenen Kulturen zum Kaffeetrinken, gemeinsamen Essen und Klönen. „Egal aus welchem Land die Nachbarn kommen, hier sind alle zusammen und quatschen – manchmal auch ohne Worte. Wir verstehen uns trotzdem“, sagte Anwohner Ahmed Kabak bei der Feier am Dienstag.

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Zum zweijährigen Bestehen des Bücherschranks, der vom Quartierfonds Linden-Süd gesponsert wurde, hatte der Integrationsbeirat Linden-Limmer eine Summe von 250 Euro zur Verfügung gestellt. Da viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im sogenannten Viertel am Volkspark wohnen – insgesamt sind es 577 Einwohner aus 42 Nationen –, hat der Nachbarschaftskiosk das Geld in Bücher in unterschiedlichen Sprachen investiert. Mit Exemplaren in türkischer, arabischer, bulgarischer oder spanischer Sprache wurde das Sortiment erweitert. „Wir wollen Sprachbarrieren abbauen, damit Leute im Alltag besser miteinander kommunizieren können“, erklärte Daniel von dem Knesebeck, Mitglied des Integrationsbeirats Linden-Limmer. Die Menschen dort zusammenzubringen, wo sie ihren Alltag verleben, Konversationen anzuregen und dabei freundlich zueinander zu sein, sei eine gute Integrationsarbeit.

Von Amelie Rook