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West Ordnungsdienst der Stadt startet in Ricklingen
Hannover Aus den Stadtteilen West Ordnungsdienst der Stadt startet in Ricklingen
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14:00 10.08.2018
Gemeinsam in Ricklingen auf Streife: Die Polizisten Andreas Rohde (links) und Torben Abel (zweiter von rechts) mit den Ordnungshütern Richard Hinze (zweiter von links) und Dirk Tenius. Quelle: Heidrich
Ricklingen

Er soll sich der Sorgen und Nöte der Ricklinger annehmen, zudem für mehr Sicherheit sorgen – der neue Ordnungsdienst der Stadt. Am Dienstag haben die Mitarbeiter sich beim Polizeikommissariat in Ricklingen vorgestellt und ihre Arbeit offiziell aufgenommen. Die städtischen Mitarbeiter seien „eine positive Ergänzung zur Polizei“, sagte Bezirksbürgermeister Andreas Markurth (SPD). Ihr Mittel sei der Dialog, gemeinsam sollten Probleme im Bezirk angegangen werden.

Es geht etwa um unordentliche Ecken, abendliche Trinker auf Spielplätzen oder die Einhaltung des Grillverbots wegen der Hitze an den Ricklinger Teichen. „Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger ist durchaus ein Problem, auch wenn die Kriminalstatistik weniger Straftaten ausweist“, sagte Markurth. Laut Hans Müller, Leiter des Polizeikommissariats Ricklingen, wird es einen „engen Austausch“ auch mit den Kontaktbeamten der jeweiligen Stadtteile geben.

Bis zu 50 Mitarbeiter

Der Rat hatte im vergangenen November beschlossen, den Sicherheits- und Ordnungsdienst ins Leben zu rufen. Im Frühsommer nahmen die ersten Kräfte ihre Arbeit auf, momentan sind es 27, am Ende sollen es 50 Mitarbeiter sein. Sie sollen sich um Beschwerden der Bürger kümmern, als Konfliktlöser agieren oder einfach nur Ansprechpartner sein. „Wir sammeln selbst noch Erfahrungen“, sagte Markus Titz, der für den Ordnungsdienst zuständige Arbeitsgebietsleiter bei der Stadt. „Es wird aber keine regelmäßigen Patrouillen geben.“ Vielmehr setze die Mannschaft Themenschwerpunkte oder nehme sich Beschwerden an.

Dabei sollen die Ordnungshüter auch auf die Unterstützung der Polizei zurückgreifen – am Raschplatz in der Innenstadt gehen die Einheiten gemeinsam mit Beamten auf Streife. „Es geht schließlich nicht darum, sofort Ordnungswidrigkeiten zu ahnden“, sagte Kommissariatsleiter Müller. Manchmal reiche schon das klärende Gespräch. Die städtischen Mitarbeiter sind dafür speziell in Deeskalation und Kommunikation geschult. Bereits am Dienstag begann der erste Rundgang durch den Bezirk, um ein Gefühl für Ricklingen, Bornum, Mühlenberg und Wettbergen zu bekommen.

„Sichtbare Präsenz“

„Die Aufgaben haben mich von Anfang an interessiert“, sagte Dirk Tenius, einer der Ordnungshüter. Zuvor hat er in der Abfallwirtschaft gearbeitet, „aber ein reiner Bürojob war einfach nichts für mich“. Jetzt freut sich der 45-Jährige auf die neuen Themen und die Begegnungen im Bezirk. „Sichtbare Präsenz“ nennt das Kommissariatsleiter Müller. Bezirksbürgermeister Markurth schlug deshalb gleich am ersten Tag vor, zum Beispiel die Markttage zu nutzen. „Dann lernen die Bürger den neuen Ordnungsdienst gleich kennen“, sagte er. Die Polizei plant zudem für September spezielle Stadtspaziergänge, um von den Anwohnern Problemecken gezeigt zu bekommen.

Die Befürchtung vieler, der Ordnungsdienst konzentriere sich bald in all seiner Stärke nur auf die Bereiche der Stadt mit den meisten Problemen, sei unbegründet, betonte Gebietsleiter Titz: „Wir lassen keinen Bezirk außer Acht“, versicherte er. „Dafür werde ich sorgen.“ Er hofft, dass der Ordnungsdienst bis September auf 38 Personen anwächst. In diesem Monat sollen zudem endlich die Dienstfahrzeuge kommen, dann könne der Dienst auch schnell auf spontane Beschwerden reagieren. Die Mannschaft ist montags bis sonnabends von 8 bis 22 Uhr im Einsatz.

Von Peer Hellerling

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