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West Neue Flitzer für die Kita-Rennstrecke
Hannover Aus den Stadtteilen West Neue Flitzer für die Kita-Rennstrecke
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15:25 01.08.2012
Bezirksbürgermeister Andreas Markurth (rechts) und Kita-Leiterin Heike Arndt bereiten die neuen Bobbycars für den ersten Einsatz vor – gespannt von den Kindern erwartet.
Bezirksbürgermeister Andreas Markurth (rechts) und Kita-Leiterin Heike Arndt bereiten die neuen Bobbycars für den ersten Einsatz vor – gespannt von den Kindern erwartet. Quelle: Schwarzenberger
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Oberricklingen

Mit einem Sommerfest haben Erzieher und Kinder die Sanierung ihres Familienzentrums Gronostraße endgültig hinter sich gelassen. Ricklingens Bezirksbürgermeister Andreas Markurth war als Gast dabei, begutachtete die neue Bobbycar-Strecke auf dem umgestalteten Außengelände und hatte prompt eine Geschenkidee. Am vergangenen Freitag kam er noch einmal in die Einrichtung und spendete zwei brandneue Spielfahrzeuge für die Kleinen.

Für die Kita-Kinder steht nun ein kleiner Fuhrpark bereit, um den Parcours in ihrem Hof ausgiebig bespielen zu können. Immerhin ist er ein Herzstück des Freigeländes. „Bei dessen Umgestaltung haben wir ja auch mitreden können“, sagte Einrichtungsleiterin Heike Arndt. Länger als ein Jahr dauerten die rund 1,5 Millionen Euro teuren Umbauarbeiten, ehe das Familienzentrum im Herbst 2011 an seinen Standort zurückkehrte. „In der kalten Jahreszeit wollten wir aber nicht feiern, deshalb haben wir jetzt den Sommer genutzt“, berichtete Arndt. Während der Modernisierung waren die Kinder in der Wilhelm-Busch-Schule untergebracht.

Fast 100 Kinder betreut die Einrichtung an der Gronostraße. Eine Hortgruppe wird inzwischen gemeinsam mit Hortkindern der Arbeiterwohlfahrt-Kita Levester Straße dauerhaft an der Wilhelm-Busch-Grundschule betreut. An der Gronostraße entstand durch diesen Standortwechsel mehr Platz für Krippenkinder - dort wurde eine zweite Gruppe für Kleinkinder eröffnet. Hinzu kommen vier Kita-Gruppen. „Damit decken wir den Bedarf in der Umgebung recht gut ab“, berichtete Arndt.

Vor allem Kinder aus den umliegenden Schlichtwohngebieten Oberricklingens besuchen die Einrichtung. Seit 2006 hat die städtische Kita ihren besonderen Status: Damals wurde sie zu Hannovers erstem Familienzentrum. „Dort passiert wichtige Arbeit“, sagte Bezirksbürgermeister Markurth. Familienzentren bekommen von der Stadt eine zusätzliche Förderung, um neben der Hauptaufgabe - der Kinderbetreuung - auch Angebote für Familien zu entwickeln. In Oberricklingen, wo viele Bürger aus Einwandererfamilien leben, bedeutet das unter anderem Sprachförderung. „Aber viele Eltern würden für so etwas nicht in die Volkshochschule gehen“, sagte Arndt. Im Familienzentrum bestehe ein besonderes Vertrauensverhältnis. Dort, wo ihre Kinder den Tag verbringen, bekommen Eltern Sprachkurse, PC-Workshops, Alltagsberatung oder sie treffen sich im Elterncafé. An diesem Konzept hat sich mit der Sanierung nichts geändert. Allerdings gibt es seither einen speziellen Raum, der für die Arbeit mit Eltern reserviert ist. Das Konzept der Familienzentren ist inzwischen ein Erfolgsmodell. In Hannover gibt es derzeit 27 solcher Einrichtungen, die von der Stadt, Wohlfahrtsverbänden oder der Stadt betrieben werden.

Bärbel Hilbig 26.07.2012
Rüdiger Meise 26.07.2012
Rüdiger Meise 26.07.2012