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West Neue Werkstatt kostet zwei Millionen Euro
Hannover Aus den Stadtteilen West Neue Werkstatt kostet zwei Millionen Euro
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13:52 03.06.2010
Von Margret Jans-Lottmann
Die Grafik zeigt die Südseite des Gebäudes mit Bürotrakt, Werkstätten und Waschstraße. Quelle: Handout

Drei Jahre lang hat Klaus Werner geplant und sich auch von der Wirtschaftskrise nicht abschrecken lassen, nun ist es so weit: In rund zwei Wochen will der Kraftfahrzeugmeister und Maschinenbauingenieur im Gewerbegebiet zwischen der Straße Am Bahndamm und der Wunstorfer Landstraße mit dem Bau einer modernen Autoserviceanlage mit einer Werkstatt für zehn Montageplätze, Bürotrakt und Waschstraße beginnen. Insgesamt zwei Millionen Euro will der 40-Jährige in das Projekt investieren und zehn zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Wenn alles nach Plan verläuft, soll die Anlage spätestens im Herbst eröffnet werden.

Derzeit betreibt der Geschäftsmann rund 650 Meter entfernt an der Straße Am Nordhang unter dem Namen „Car Service Werner“ eine Werkstatt mit vier Mitarbeitern. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Großkundengeschäft, dazu zählen nach seinen Angaben die Polizei Hannover mit ihren rund 650 Dienstfahrzeugen und der Flughafen Hannover mit seinen Transferfahrzeugen für Besatzung, Fluggäste und Gepäck. Mit dem Umzug in die neue Werkstatt wolle er nun das Privatkundengeschäft ausbauen, ergänzt er.

Die Stadt hat bereits Zustimmung zu dem Bauvorhaben signalisiert. Städtebauliche Bedenken gebe es nicht, teilte Stadtplanerin Franziska Scharsky in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Ahlem-Badenstedt-Davenstedt mit. Der Bauantrag werde zurzeit von der Verwaltung geprüft. In seiner Planung hat der Firmeninhaber berücksichtigt, dass nahe der geplanten Autoserviceanlage Wohnhäuser stehen. Um die Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten, habe er die Waschstraße auf die andere Seite des knapp 50 Meter langen Gebäudes gelegt, betont er.

Auf der an die Wohnhäuser grenzenden Seite wird ein separater Verwaltungstrakt mit der Annahmestelle für die Kundenfahrzeuge und drei darüberliegenden Mitarbeiterbüros gebaut. Die Parkfläche mit gut 50 Stellplätzen für die Kundenfahrzeuge soll durch Bäume gegliedert werden. Zudem wird es auf dem Gelände zehn Staubsaugerplätze geben, die Kunden kostenlos nutzen können.

Mit seiner Autoserviceanlage will Werner auch ein neues Konzept verwirklichen: eine offene Werkstatt. „Der Kunde kann dort neben seinem Auto stehen während es repariert wird“, sagt der Firmeninhaber. Er wolle damit auch dem Misstrauen entgegenwirken, dass der eine oder andere Kunde gegenüber manchen Autowerkstätten hege. „Mit der offenen Werkstatt wollen wir signalisieren, dass wir nichts zu verbergen haben.“

Es ist ein Großprojekt in Zeiten knapper Kassen: Dennoch hat der Bezirksrat Linden-Limmer sich mit 13 Ja-Stimmen und drei Gegenstimmen für den 9,5 Millionen teuren Umbau des Lindener Rathauses ausgesprochen.

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