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West Neues Gymnasium kommt nach Limmer
Hannover Aus den Stadtteilen West Neues Gymnasium kommt nach Limmer
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00:29 21.06.2015
Von Andreas Schinkel
„Die Lage ist exzellent“: Das ehemalige Uni-Institut an der Wunstorfer Straße.
„Die Lage ist exzellent“: Das ehemalige Uni-Institut an der Wunstorfer Straße. Quelle: Surrey
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Hannover

Der leer stehende Gebäudekomplex gehört nicht mehr dem Land Niedersachsen, sondern seit zwei Jahren dem Unternehmen Stichweh Leinepark.

Konditionen sind noch nicht geklärt

Noch verhandeln Stadt und Eigentümer über die Konditionen, dem Vernehmen nach muss das Gebäude zuvor umfangreich saniert werden. Die Stadt kündigt auf Nachfrage der HAZ an, den Ratsgremien im Sommer Pläne „zur Anmietung eines Gebäudes im Westen Hannovers“ vorzulegen. Die ersten Fünftklässler könnten demnach bereits nach den Sommerferien 2016 die Schulbank im ehemaligen Uni-Gebäude drücken.

Hannover wächst, und damit steigen auch die Schülerzahlen. Zudem müssen die Gymnasien in fünf Jahren einen zusätzlichen Jahrgang unterbringen. Die Landesregierung hat sich kürzlich vom Turbo-Abitur verabschiedet, Gymnasiasten legen ihre Reifeprüfung künftig wieder nach neun Jahren ab.

Stadtweites Konzept ist erforderlich

Die Stadt will jetzt alle Gymnasien daraufhin überprüfen, inwieweit sie baulich erweitert werden müssen, um den 13. Abiturjahrgang wieder aufnehmen zu können. „Bis zum Sommer 2016 soll ein stadtweites Konzept zur Erweiterung aller Schulen vorliegen“, sagt Stadtsprecherin Anne Ruhrmann. Dabei werde man sich auch mit den Schulen abstimmen. Geplant ist bereits, die Goetheschule in Herrenhausen umzubauen. „Mittelfristig ist im gesamten Gymnasialbereich eine Erhöhung von derzeit 66 auf 72 Züge vorgesehen“, sagt Ruhrmann. Das bedeutet, dass an Hannovers Gymnasien Raum für rund 1100 zusätzliche Schüler geschaffen werden muss.

Kapazität von 800 bis 900 Schülern

Die größte Entlastung würde das neue Gymnasium an der Wunstorfer Straße mit seinen 800 bis 900 Schülern schaffen. Das geplante Einzugsgebiet erstreckt sich nicht nur auf die angrenzenden Stadtteile Linden und Limmer, auch die künftige Wasserstadt auf der ehemaligen Conti-Brache mit ihren rund 3000 Bewohnern dürfte vom neuen Schulstandort profitieren. „Die Lage ist exzellent, eine Stadtbahnhaltestelle gibt es in unmittelbarer Nähe“, sagt SPD-Schulpolitiker Michael Klie. Sollte die Stadtbahntrasse der Linie 10 weiter Richtung Conti-Gelände verlängert werden, läge die Wasserstadt nur zwei bis drei Stationen vom neuen Gymnasium entfernt. „Der gesamte Stadtteil Limmer wird aufgewertet, wenn dort eine Schule entsteht“, sagt FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke.

Noch dauern die Verhandlungen zwischen Stadt und Stichweh Leinepark an. Der Eigentümer hatte die Immobilie mit ihren 17 000 Quadratmetern vor zwei Jahren erworben und bereits einen Architekten mit ersten Entwürfen für eine Modernisierung beauftragt. 20 Millionen Euro sollten in das Gebäude investiert werden, geschehen ist bisher wenig. Der Firma Stichweh gehört auch das angrenzende Gewerbegebiet mit dem Veranstaltungszentrum Schwanenburg.

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