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West Politiker beschließen Umbau des Rathauses
Hannover Aus den Stadtteilen West Politiker beschließen Umbau des Rathauses
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12:56 03.06.2010
Von Dany Schrader
Die Fassade bleibt, das Innere des Rathauses wird saniert und umgestaltet. Quelle: Steiner

Nach den Vorstellungen der Lokalpolitiker soll das mehr als 110 Jahre alte Gebäude am Lindener Markt zusätzlich zur bisherigen Planung um einen Sitzungssaal erweitert werden, in dem künftig auch der Bezirksrat tagen kann. Kern einer ausführlichen Debatte zum Thema war zudem die Frage, wie die Stadt die hohen Kosten für die Sanierung mit ihrer Haushaltskonsolidierung in Einklang bringen will.

Wie berichtet, ist der benötigte Betrag für die Sanierung des Gebäudes in den Wirtschaftsplänen des Gebäudemanagements bis 2013 noch enthalten, die Kommunalaufsicht muss die Ausgaben allerdings noch genehmigen. Bei der Vorstellung des Umbauprojektes in der Sitzung meldeten jedoch mehrere Lokalpolitiker Zweifel an. „Ich kann nicht nachvollziehen, wo diese Mittel herkommen sollen“, sagte Jörg Schimke (Grüne).

Sein Fraktionskollege Rainer-Jörg Grube bezog sich auf eine Formulierung in der Beschlussdrucksache, in der von einer „Absenkung anderer Mittel“ die Rede sei. Jörg Gronemann vom städtischen Fachbereich Gebäudemanagement beteuerte jedoch, dass der für 2011 vorgesehene Betrag von 1,3 Millionen Euro im Haushalt eingesetzt, aber noch nicht an ein Projekt gebunden sei. In 2012 soll das Bauvorhaben vier Millionen kosten, in 2013 sollen 4,2 Millionen Euro dafür ausgegeben werden.

Für das Selbstlernzentrum der Volkshochschule will die Stadt zudem eine Million Euro aus dem EU-Strukturfonds (EFRE) beantragen. Das geht jedoch erst, wenn der politische Beschluss für den Umbau vorliegt. Diskutiert wurde zudem über einen Betrag in Höhe von 240 000 Euro, den die Stadt für die vorübergehende Auslagerung des Bürgeramtes und des Kommunalen Sozialdienstes (KSD) aus dem Rathaus ins Ihmezentrum veranschlagt hat.

„Ich frage mich, wie die Stadt das bei ihrer Kassenlage durchziehen will“, sagte Harald Meyer (Die Linke). Er stimmte gegen die Sanierung. Unzufrieden äußerten die Lokalpolitiker sich auch über das von Vertretern der Stadtverwaltung vorgestellte Konzept für den Umbau. Grube vermisste unter anderem eine Aufstellung der Einsparungen, die eine abschließende Planung des in den vergangenen Jahren immer teurer gewordenen Entwurfs schließlich doch noch ermöglicht hatten.

Der Schwerpunkt der zweijährigen Bauarbeiten ist für 2012 und 2013 vorgesehen. Danach soll das Lindener Rathaus wieder vom Marktplatz aus zugänglich sein und damit seinen alten Charakter als prägendes Gebäudes in Linden-Mitte zurückgewinnen. Die historische Fassade bleibt erhalten. Die Fensterfront zum Lindener Markt soll hingegen erweitert werden, damit das Gebäude von außen transparenter wirkt. Im Eingangsbereich soll es künftig einen gemeinsamen Empfangstresen von Volkshochschule, Bürgeramt und Stadtteilbibliothek geben. Die Gastronomiefläche, in der das „Gig“ untergebracht ist, soll von den Bauarbeiten nicht berührt werden.

Einen Antrag, die Räume des Rathauses um einen Sitzungssaal zu erweitern, hatten sowohl die SPD als auch die FDP gestellt. In der Sitzung einigten beide Parteien sich schließlich auf den Antrag der FDP, weil dieser sich nicht auf das Rathaus als einzigen Sitzungsort des Bezirksrates festlegte.

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