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West Politiker fordern 1,5 Millionen für das Fössebad
Hannover Aus den Stadtteilen West Politiker fordern 1,5 Millionen für das Fössebad
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10:02 05.12.2014
Von Juliane Kaune
Das kleine Hallenbecken im Fössebad. Ein zweites, viel größeres Becken, ist geplant. Quelle: mas
Linden-Limmer

Das hat das Gremium jetzt in einem interfraktionellen Antrag beschlossen, den die Stadtteilpolitiker im Zuge ihrer Beratungen zum städtischen Etat verabschiedeten. Ebenfalls fraktionsübergreifend fordert der Bezirksrat die Verwaltung auf, schnellstmöglich Geld bereitzustellen, damit eine umfassende Planung zur Sanierung des gesamten Bades in Angriff genommen werden kann.

Der Freibadebereich des Fössebades musste vor mehr als zwei Jahren geschlossen werden; Gutachter haben die Sanierungskosten insgesamt auf knapp 7,4 Millionen Euro taxiert. Seitdem wird im Rat darüber diskutiert, ob ein Abriss und Neubau nicht sinnvoller sind, als weiteres Geld in das 1960 erbaute Bad zu stecken. Mit Nachdruck haben jedoch der Bezirksrat und der Förderverein des Fössebades die Stadt und die zuständigen Ratspolitiker immer wieder darauf hingewiesen, dass sie keine Alternative zu einem Neubau des Freibadebeckens und einer Sanierung des Hallenbades am angestammten Standort sehen. Eine Antwort steht aus.

„Alle Initiativen zur Sanierung des Fössebades wurden bisher mit dem Hinweis auf die seit 2006 vorgesehene Bäderanalyse ausgebremst“, kritisierte Jörg Schimke, Einzelvertreter im Bezirksrat. Nachdem die Analyse nun endlich vorliege, werde die Veröffentlichung der Ergebnisse wieder auf die lange Bank geschoben. Dies sei ein„unerträglicher Stillstand“ mit negativen Folgen für alle Beteiligten im Stadtteil. Durch die lange Durststrecke wachse der Sanierungsbedarf des Fössebades stetig weiter, gab Schimke zu bedenken. Er zeigte sich auch irritiert darüber, dass die Stadt in diesem Jahr bereits Geld für die Sanierung der Bäder in Ricklingen und Kleefeld ausgegeben hat - aber nicht für das Fössebad.

Auch auf der jüngsten Sitzung des Bezirksrats konnte Verwaltungsvertreter Wolfgang Wescher nicht zur Klärung beitragen. Im Dezember würden die Ergebnisse des stadtweiten Bäderkonzepts vorgestellt, sagte er nur. Erst dann stehe fest, in welcher Höhe einzelne Standorte mit Summen aus dem Sanierungstopf bedacht würden. Laut Schimke sind für die kommenden beiden Jahre bisher nur 3,75 Millionen Euro für Sanierungen in allen städtischen Bäder im Haushalt eingeplant. Die Stadt wollte das nicht bestätigen. Noch sei es zu früh, Summen zu nennen, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage des Stadt-Anzeigers. Gutachter hatten den Bädern einen Sanierungsstau von rund 40 Millionen Euro bescheinigt.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Bezirksrat neben den beiden Anträgen zum Fössebad weitere interfraktionelle Änderungswünsche für den Haushalt der Stadt eingebracht. Allerdings hat der Kämmerer bereits ein striktes Sparprogramm verordnet - dieses lehnten die Stadtteilpolitiker einmütig ab. Wie die Sonderwünsche finanziert werden sollen, ließ der Bezirksrat offen.

Freizeitheim Linden: Die Stadt soll für 2016 und 2017 je eine Million Euro für die Sanierung der Einrichtung bereitstellen. Dringend notwendig seien die Reparatur der Lüftung im Großen Saal und die Sanierung der Toiletten, betont der Bezirksrat. Bereits 2015 sollen nach seinen Vorstellungen 100 000 Euro für Planungen ausgegeben werden.

 ■ Treffpunkt Allerweg: Die Verwaltung soll die für 2016 und 2017 vorgesehenen Summen für den Umbau zum Familienzentrum in Höhe von 2,4 Millionen Euro bereits vom kommenden Jahr an bereitstellen. Zusätzlich hat der Bezirksrat 2,1 Millionen Euro für die Sanierung des Vorderhauses beantragt, die die Stadt bisher nicht vorgesehen hat.

Grundschule Kastanienhof: In den kommenden beiden Jahren soll die Schule nach dem Wunsch des Bezirksrats insgesamt eine Million Euro für Sanierungen erhalten.

Schulhofprogramm: Der Bezirksrat fordert, das ökologische Programm zur Sanierung auch 2015 fortzusetzen. Für alle Stadtbezirke entspräche das einem Betrag von 260 000 Euro jährlich.

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