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West Freizeitheim Ricklingen bietet 30 Kindern Ferien im Wald
Hannover Aus den Stadtteilen West Freizeitheim Ricklingen bietet 30 Kindern Ferien im Wald
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00:16 22.04.2019
Kinder und Betreuer der Osterferienaktion des Stadtteilzentrums Ricklingen haben den Wald in Beschlag genommen. Quelle: Foto: Moritz Frankenberg
Ricklingen

Sie schießen den Fußball weg, lassen die Bastelsachen liegen und springen vom Baum hinunter. Drei Jungen kommen aus dem Wald gelaufen, sie haben gerade an einer Hütte gebaut. Es ist Zeit für eine Gruppenbesprechung. In der Mitte des Platzes sind Holzscheite aneinander gelehnt, drumherum sitzen die Kinder auf Baumstämmen. Die Idee für diesen Lagerfeuer-Stammplatz hatten die Kinder selbst.

Die zweite Osterferienwoche verbringen 30 Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren im Ricklinger Holz. Von Montag bis Donnerstag basteln, spielen und entdecken sie von 10 bis 14 Uhr den Wald. Nur für das Mittagessen gehen sie ins Stadtteilzentrum Ricklingen, den Rest des Tages verbringen sie an der frischen Luft. Das Programm haben Songül Yilmaz-Soltani und Jasmin Lindenmaier, Fachkräfte für Kulturarbeit im Stadtteil Ricklingen, sowie die Künstlerin Kathrin Beumelburg organisiert. Dabei geben die Kinder selber Impulse und gestalten die einzelnen Aktivitäten mit. „Sie haben hier Zeit und Raum, um in ihrem eigenen Tempo etwas zu entwickeln“, sagt Yilmaz-Soltani. Es sei nicht wie in der Schule, sie dürften das machen, worauf sie Lust haben – das Hauptziel der Aktion ist es, Spaß zu haben.

Die Kinder spielen Sackhüpfen, bauen im Wald Hütten oder basteln ein Schiff aus Holz und Klebeband – es ist ein buntes Angebot. „Ich mag es, im Wald zu sein und auf die Bäume zu klettern“, sagt Max. Sein Cousin Samuel ist aus Kolumbien zu Besuch, zusammen gucken sie sich den Wald aus den Wipfeln von oben an. Damit er die anderen Kinder versteht, übersetzt Max seinem Verwandten alles. Auch der neunjährige Benjamin aus Ricklingen findet das Angebot gut: „Ich kann hier Sachen bauen und muss nicht immer Zuhause rumhocken.“ Die sechsjährige Carlotta hat einen fantasievollen Traumfänger gebastelt und versucht sich jetzt an einem Pferd. Abdel hat neue Freunde gefunden und Sarah und Acelya bauen einen Pfad durch den Wald, den die Gruppe am Ende beschreiten soll.

Mit Augenbinde und einer Begleitperson an der Hand wird ein Baum ertastet. „Die Kinder sollen den Wald sinnlich wahrnehmen“, sagt Beumelburg. Die Betreuerinnen geben viele Anstöße – die meisten Ideen entwickeln die Kinder aber selbst.

Von Amelie Rook

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