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West Schulen in Ricklingen leiden unter Platzmangel
Hannover Aus den Stadtteilen West Schulen in Ricklingen leiden unter Platzmangel
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08:00 07.08.2018
Mit der Förderung der Grundschule Mühlenberg soll die Integration im Stadtteil gestärkt werden. Aus dem Essensbereich soll für 2,5 Millionen Euro eine neue Mensa werden. Quelle: Kutter (Archiv)
Ricklingen

An der Grundschule Mühlenberg müssen Kinder, Eltern und Mitarbeiter sich jetzt in Geduld üben – und das viel länger als gehofft. Wie jüngst in der Hauptausgabe dieser Zeitung berichtet, bleibben die Angaben zum geplanten Schulneubau weiterhin verdächtig vage. Zudem rechnet die Stadt erst frühestens Mitte 2023 mit der Fertigstellung. Ein gutes Jahr früher sollten die Bauarbeiten nach bisherigen Plänen fertig sein.

Doch Licht und Schatten liegen nicht nur in Mühlenberg eng beieinander. Die gesamte Schullandschaft im Stadtbezirk Ricklingen ist durchsetzt mit guten und weniger Nachrichten. Die Schulverwaltung hat dem Bezirksrat Ricklingen jüngst eine Übersicht über die Lage gegeben.

Grundschule Mühlenberg: Die als vierzügige Schule geplante Einrichtung ist hoffnungslos überfüllt, die Gebäude gelten als veraltet und unzureichend. In diesem Sommer stellt die Stadt deshalb vier Klassencontainer auf. Langfristig soll die Schule fünf Züge bekommen, eine neue Mensa und einen Ganztagsbereich erhalten – der Komplex soll völlig neu errichtet werden. Zusätzlich solle in den mobilen Räumen in diesem Herbst auch ein neuer Hort als Notlösung für mehr als 40 Kinder angeboten werden, kündigte Stefan Rauhaus vom Fachbereich Schule an. Der reguläre Ganztagsstatus aber könne erst mit dem als öffentlich-privates Vorhaben geplanten Neubau starten, sagte Rauhaus. Gut vier Jahre könnten Planung und Bau dauern. Inzwischen scheint das Jahr 2022 als Fertigstellungszeitraum bereits auszuscheiden. Zwischen der Stadt und dem Land Niedersachsen gibt es derzeit Abstimmungsprobleme, was die Förderung des Schulneubaus angeht. Dieser wird wohl doch nicht zu 90 Prozent vom Land gefördert, wie die Stadt bislang gehofft hatte. Das hätte einer Fördersumme von 18 Millionen Euro entsprochen. Allerdings will Niedersachsen den Mensabereich mit 2,5 Millionen Euro fördern. Im Ricklinger Bezirksrat wurde die Befürchtung laut, dass auch diese Teilförderung womöglich verfällt, wenn der Bau nicht zeitnah starten könne. „Das hoffen wir nicht“, sagte Stefan Bär vom Gebäudemanagement.

Henning-von-Tresckow-Schule und Stammestraße: Die offene Ganztagsschule in Wettbergen ist und bleibt 2,5-zügig. Es gebe dort eine konstante Entwicklung, sagte Rauhaus. „Aus unserer Sicht völlig unproblematisch.“ Ähnlich sieht es die Verwaltung bei der vierzügigen Ricklinger Stammeschule, die erst vor wenigen Jahren ausgebaut wurde.

Grundschule Wettbergen: Sie muss mit sechs Klassencontainern auskommen. „Laut Prognose bleibt die Überbelegung“, sagte Rauhaus. Aus der einst dreizügigen ist nun eine vierzügige Schule geworden. „Wir müssen über eine langfristige Lösung nachdenken“, ergänzte Bär. Bezirksratsherr Frank Weber (SPD) forderte, dass die Stadt nicht zu lange nachdenkt: „Bitte nicht jahrelang Container aufstellen.“ Es sei doch im Grunde klar, dass ein Anbau kommen müsse.

Wilhelm-Busch-Schule: Vier- bis fünfzügig ist diese Grundschule in Oberricklingen. Etliche Klassen sind so gut gefüllt, dass sie an die sogenannte Klassenteilungsgrenze stoßen,die bei 27 Kindern liegt. Eine Teilung der Lerngruppen hätte pädagogische Vorteile, sagte Rauhaus. Doch dafür dürfte der Platz nicht reichen. Die Schule ist bereits ausgebaut und bekam 2016 eine neue Mensa. Die Stadt denkt derzeit allerdings über eine denkmalgerechte Sanierung des Fachunterrichtstrakts für Werken und Musik nach. Der Komplex aus den Fünfzigerjahren steht unter Denkmalschutz.

Peter-Ustinov-Oberschule: Die Leitung wünschte sich 2017 einen Anbau, um Platz für dringend benötigte pädagogische Angebote zu machen. Der Schulbetrieb gilt auch wegen der multinationalen Schülerschaft als herausfordernd. Die Schulsozialarbeit wird seit dem Frühjahr durch zwei halbe zusätzliche Stellen unterstützt. Die neuen Mitarbeiter würden Kenntnisse in Arabisch und Romanes mitbringen, kündigte Rauhaus an. Einen Anbau wird es vorerst nicht geben, aber vermutlich eine dauerhafte Außenstelle an der ab August aufgelösten Martin-Luther-King-Förderschule.

Johannes-Kepler-Realschule: Die zweizügige Schule ist an der Kapazitätsgrenze. Seit einem Jahr gibt es dort zusätzlich eine Sprachlernklasse. Geplant ist vorerst nur die Sanierung der Fluchtwege.

Leonore-Goldschmidt-Schule: Auch diese Schule sei komplett ausgelastet, berichtete Rauhaus. Die Sekundarstufe I bietet acht Züge, die Sek II ist sechszügig. Weil die Integrierte Gesamtschule erst jüngst neu gebaut wurde, wird sich daran so schnell nichts ändern.

Von Marcel Schwarzenberger

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