Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
West Senioren sind seit einer Woche ohne Fahrstuhl
Hannover Aus den Stadtteilen West Senioren sind seit einer Woche ohne Fahrstuhl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:27 13.03.2013
Seit fast einer Woche funktioniert der Aufzug im Wohnhaus Stärkestraße nicht. Quelle: von Ditfurth
Anzeige
Linden-Nord

Einige der 48 Senioren, die eigenständig in dem Haus leben, seien nicht mehr gut zu Fuß, das Treppensteigen mühsam. „Wir bemühen uns natürlich zu helfen, wo wir können“, betont Hübner. Einem schwer gehbehinderten Rentner und einer Seniorin, die zeitweilig auf den Rollstuhl angewiesen ist, bringen die AWO-Mitarbeiter nun ihre Mahlzeiten direkt in die Wohnung, oder sie übernehmen Botengänge.

Die AWO hatte das Wohnhaus 16a und weitere Gebäude in der Stärke- und Ottenstraße mit 119 Seniorenwohnungen 2010 verkauft. Zuständig für die Gebäudetechnik ist seitdem die Firma rentei aus Sarstedt, die die Immobilien im Auftrag der jetzigen Eigentümer verwaltet. Einen Vorwurf macht Hübner dem Verwalter nicht. Kurz nachdem am Freitag vergangener Woche der Defekt im Aufzug auftrat, habe das Unternehmen reagiert und sich bemüht, das Problem zu beheben. Dies erwies sich aber als schwierig: Nach Angaben des zuständigen Mitarbeiters von rentei stellte sich heraus, dass für den Mitte der siebziger Jahre eingebauten Fahrstuhl keine Ersatzteile mehr erhältlich sind. Das marode Teil habe darum zur Reparatur zum Hersteller nach Süddeutschland geschickt werden müssen – das dauere seine Zeit. „Das ist leider höhere Gewalt“, sagt der Mitarbeiter.

Anzeige

Die betroffenen Senioren hoffen, dass der Fahrstuhl bis Ende dieser Woche wieder in Betrieb geht. Wegen eines anderen Defekts, der schneller behoben werden konnte, war er vor etwa drei Wochen schon einmal ausgefallen. Grundsätzlich treten auch in anderen Häusern im Stadtgebiet, die in den siebziger Jahren errichtet wurden, immer wieder Probleme mit veralteter Fahrstuhltechnik auf.

„Für unsere Bewohner ist es sehr wichtig, dass die Technik einwandfrei funktioniert“, sagt Hübner. Im aktuellen Fall müssen nicht nur die AWO-Mitarbeiter die Senioren bei Erledigungen unterstützen. Auch deren Angehörige packen tatkräftig mit an.

16.03.2013
Susanna Bauch 13.03.2013
Andreas Schinkel 11.03.2013
Anzeige