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West Sicherheitsdienst in Uniform soll auf Limmerstraße patrouillieren
Hannover Aus den Stadtteilen West Sicherheitsdienst in Uniform soll auf Limmerstraße patrouillieren
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12:20 07.03.2013
Von Rüdiger Meise
Ab April werden Sicherheitsbeamte und Sozialarbeiter auf der Limmerstraße eingesetzt, um gegen Lärm, Müll und Alkoholmissbrauch beim "Limmern" anzugehen. Quelle: Finn
Linden-Nord

Ein uniformierter Sicherheitsdienst soll ab April in der Limmerstraße patrouillieren. So will die Stadt Lärmbelästigungen und Müll vorbeugen, die im vergangenen Jahr zu einer erheblichen Belastung der Anwohner geführt hatten. In der vergangenen Woche hatten der amtierende Rathauschef Hans Mönninghoff und der für Sicherheit und Ordnung zuständige Dezernent Marc Hansmann Pläne gegen das „Limmern“ vorgestellt. In der Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer präzisierte Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher das Konzept der Verwaltung.

Wenn die Tage wieder wärmer werden und die Limmerstraße belebter wird, sollen tagsüber Sozialarbeiter aus dem Karl-Lemmermann-Haus nach dem Rechten sehen. Mit dieser Vorgehensweise habe man schon am Schünemannplatz in Ricklingen Erfolge erzielt, lautete die Begründung. Die Stadt hat mit dem Lemmermann-Haus einen Werkvertrag geschlossen. „Dem Vernehmen nach schafft das Haus dafür eine zusätzliche Stelle“, sagte Wescher.

An den Abenden am Wochenende soll der private Sicherheitsdienst eingesetzt werden. Mit Uniformierten soll er auf der Straße präsent sein und „als Ansprechpartner für Personen dienen, die durch Lärmbelastung auffallen.“ Hoheitliche Befugnisse erhält der Dienst jedoch nicht – er darf also keine Platzverweise erteilen. Bei ernsthaften Konflikten soll der Dienst die Polizei rufen. „Wir erhoffen uns aber, dass entsprechende Situationen und auch Lärmen bereits im Vorfeld vermieden werden können“, sagte Wescher. Dafür denke die Verwaltung auch darüber nach, die Ordnungskräfte durch Mediatoren des Karl-Lemmermann-Hauses zu unterstützen. Die Stadt vergebe den Auftrag „in begrenzter Ausschreibung“ – drei Sicherheitsdienste würden angesprochen, sagte Wescher.

Um das Problem des Urinierens in der Öffentlichkeit in den Griff zu bekommen, will man Gastronomiebetriebe dafür gewinnen, ihre Toiletten kostenlos zur öffentlichen Benutzung anzubieten – das Projekt läuft anderswo unter dem Namen „Nette Toilette“. Für den Fall, dass an Wochenenden erneut viel Müll anfällt, plant aha eine zusätzliche Abfuhr am Sonntagmorgen.

Alle Fraktionen im Bezirksrat zeigten sich zufrieden mit dem Konzept der Verwaltung. Man war sich einig darüber, dass ein Alkoholverbot, wie es im Vorfeld diskutiert worden war, der falsche Weg für Linden sei. Nach den Worten von Ordnungsdezernent Marc Hansmann werde es wohl selbst dann kein Alkoholverbot auf der Limmerstraße geben, wenn sich die Maßnahmen bis zum Sommer nicht bewährten.

Der Bezirksrat verabschiedete mit großer Mehrheit einen Antrag der Grünen, der die Arbeit der „Streetworker“ und Ordnungskräfte präzisierte. Zwar geht der Antrag davon aus, dass die Sicherheitsleute nicht uniformiert sind, doch gab es für den Plan der Verwaltung keinen Widerspruch. „Wir freuen uns, dass nicht mit Gewalt Ordnungsmaßnahmen durchgesetzt werden sollen“, sagte Eike Geffers von der SPD. Das Konzept sei „für Linden angemessen“.

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