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West Stadionbad ist am beliebtesten
Hannover Aus den Stadtteilen West Stadionbad ist am beliebtesten
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12:52 02.05.2013
Von Christian Link
Schwimmen, Springen, Saunieren: Das Stadionbad wird auch gern für einen Tagesausflug genutzt. Quelle: Link
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Calenberger Neustadt

Das Stadionbad steht in der Beliebtheitsskala der sechs städtischen Bäder wieder an der Spitze. Rund 220.000 Besucher zählte das Hallenbad in der Calenberger Neustadt im vergangenen Jahr - und erzielte damit den besten Wert seit 2009, wie aus einer Erhebung der Stadtverwaltung hervorgeht. Zuletzt hatten das Vahrenwalder Bad und das Nord-Ost-Bad dem Stadionbad den Spitzenplatz streitig gemacht.

2012 zogen die beiden Schwimmbecken im Stadionbad 210.649 Besucher an, weitere 8.261 schwitzten in der Sauna. Vor allem bei den Schwimmern verzeichnete das Bad damit nach zwei mageren Jahren einen deutlichen Anstieg. 2011 gingen dort nur 178.489 Besucher baden, 2010 waren es sogar nur 155.815 Gäste.

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Für Christian Schaefer, Leiter der städtischen Bäder, ist die aktuelle Besucherstatistik keine Überraschung. „Die Zahlen sind so, wie man sie erwarten konnte“, sagt er. Das Stadionbad sei von allen städtischen Hallenbädern schließlich die größte Schwimmanlage. An besonders besucherstarken Tagen - wie etwa nach Weihnachten - zählte er bis zu 2.000 Besucher im Bad.

Der Zehn-Meter-Turm ist einzigartig in der Region

„Bei jungen Familien ist das Nichtschwimmerbecken sehr begehrt, bei Kindern und Jugendlichen der Zehn-Meter-Sprungturm“, berichtet Schaefer. Das Stadionbad ist das einzige Hallenbad in der Region, in dem man aus dieser Höhe ins Wasser tauchen kann. Außergewöhnlich und äußerst beliebt ist auch das 50-Meter-Becken - in den übrigen Hallenbädern der Stadt können Schwimmer nur 25-Meter-Bahnen absolvieren.

Außer dem Anstieg der Besucherzahlen stellt der Bäderchef auch einen Trend fest, der nicht in der Statistik auftaucht. „Immer mehr Besucher bleiben immer länger in den Schwimmbädern“, sagt Schaefer. Gerade Familien nutzten die städtischen Schwimmstätten gern für einen kostengünstigen Tagesausflug.

Wie alle städtischen Bäder ist das Stadionbad aber nicht nur für die regulären Besucher und den Schwimmunterricht geöffnet. Hier finden auch Schwimmwettkämpfe, Wasserballturniere und Turmspringen statt. „Wenn wir das Stadionbad wegen Sportveranstaltungen schließen, bemerken wir einen deutlichen Besucheranstieg im Vahrenwalder Bad und Nord-Ost-Bad“, sagt Schaefer.

Nord-Ost-Bad liegt bei Einnahmen vorne

Trotz der zusätzlichen Schließzeiten konnte das Stadionbad seine Spitzenstellung unter den städtischen Bädern 2012 wieder ausbauen. Das Nord-Ost-Bad (189.487 Besucher) und das Vahrenwalder Bad (179.629) wurden wieder auf die Plätze zwei und drei verwiesen. Dahinter folgen das Lister Bad (111.009), das Stöckener Bad (61.285) und abgeschlagen das Hainhölzer Naturbad (9.886).

Bei den Einnahmen wird das Stadionbad (500.000 Euro) allerdings wieder vom Nord-Ost-Bad (643.000 Euro) überflügelt. Das Bad in Groß-Buchholz hat die deutlich bessere Saunaanlage und verzeichnete dementsprechend rund 20.000 Saunagäste mehr als das Stadionbad.

Für 2013 könnten die Besucherzahlen im Stadionbad aber wieder etwas abfallen. Der Sprungturm wird erneuert, weshalb die Wartungsarbeiten in diesem Jahr besonders lange dauern. Das Bad wird deshalb vom 10. Juni bis 25. August geschlossen.

28.04.2013
Rüdiger Meise 25.04.2013
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