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West Umzugsschild prallt auf vorbeifahrendes Auto
Hannover Aus den Stadtteilen West Umzugsschild prallt auf vorbeifahrendes Auto
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10:14 05.12.2014
Von Michael Zgoll
Drei Jahre ist es her, dass ein Umzugsschild auf einen vorbeirollenden BMW prallte - nun landet der Fall vor Gericht. Quelle: Privat
Hannover

Vor gut drei Jahren fiel ein provisorisch aufgestelltes Verkehrsschild auf ein Auto. Ein Umzugsunternehmen hatte in der Ricklinger Pfarrstraße eine Halteverbotszone für seinen Möbelwagen markiert, und eine der Hinweistafeln prallte auf die Kühlerhaube eines vorbeirollenden BMW. Schaden: knapp 2000 Euro. Seit geraumer Zeit versucht der 65-jährige Fahrer, die Reparaturkosten mithilfe des hannoverschen Amtsgerichts von der Spedition zurückzubekommen. Jüngst legte ein Sachverständiger ein Gutachten zur Standsicherheit des Schildes vor, das Urteil von Richterin Martyna März wird in gut drei Wochen erwartet.

Kurzzeitig tauchte in dem Verfahren auch ein zehnjähriger Junge auf. Dieser soll auf den Fußplatten, die für die rechte Bodenhaftung des Schildes sorgen sollten, herumgeklettert sein; möglicherweise hat er den Aufsteller zum Kippen gebracht. Doch inzwischen spielt der Knabe im Prozess keine tragende Rolle mehr – haftungsrechtlich ist hier eh nicht viel zu holen. Der Rentner und sein Anwalt Urs Kobler fokussieren ihre Vorwürfe nun auf die Umzugsfirma: Die Hinweistafel habe sich vielleicht in unzulässiger Schräglage befunden oder sei nicht ausreichend beschwert gewesen. Damit liege dem Unfall in der Pfarrstraße ein Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht zugrunde. Die Spedition weist die Vorwürfe als grotesk zurück.

Wie der Sachverständige erläuterte, gibt es für das Aufstellen von provisorischen Verkehrszeichen allerlei Verordnungen. So ist in den „Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“ (RSA) oder den „Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen an Straßen“ (ZTV-SA) erschöpfend dargelegt, welches Schild von welcher Form und Größe welcher Windlast innerorts oder außerorts ausgesetzt ist. Es ist beschrieben, wie weit entfernt der Aufsteller vom Fahrbahnrand stehen muss und wie viele Fußplatten mit welchem Gewicht vonnöten sind, um einer in 1,50 Meter oder 2,20 Meter Höhe montierten Hinweistafel den nötigen Halt zu geben. Die Fachleute sprechen hier von Standsicherheitsklassen. Fazit des Gutachters vor dem Amtsgericht: Die Absicherung des Umzugsschilds in Ricklingen habe der Klasse 2 entsprochen und sei ausreichend gewesen.

Allerdings gab der Experte zu, dass er nicht hundertprozentig wisse, wie groß die Hinweistafel gewesen sei. Er hatte die Maße von Maschinenbaustudenten übernommen, die im Auftrag des Klägers eigene Berechnungen zur Standsicherheit des Schilds angestellt hatten. Deren Fazit: Die Tafel hätte mit Gewichten der Klasse 3 beschwert sein müssen. Wie Anwalt Kobler sagt, sollten Firmen den Ballast beim Aufstellen provisorischer Verkehrszeichen nie zu knapp bemessen: „Man stelle sich vor, am Unfallort in Ricklingen wäre zu jenem Zeitpunkt gerade ein Radfahrer vorbeigekommen.“ Ob die Spedition dort etwas falsch gemacht hat, wird Amtsrichterin März am 21. November verkünden.

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