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West Vergewaltiger versucht sich das Leben zu nehmen
Hannover Aus den Stadtteilen West Vergewaltiger versucht sich das Leben zu nehmen
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19:59 21.10.2012
Von Vivien-Marie Drews
Der Täter, der sich selbst verletzte: Auf der Trage wird er abtransportiert. Quelle: HannoverReporter
Limmer

Wo genau der Mann auf sein Opfer traf ist bisher nicht bekannt. Die junge Frau hatte am Freitagabend eine Party in Herrenhausen besucht und reichlich Alkohol getrunken. Nach Angaben der Polizei kann sie sich lediglich daran erinnern, die Feier im Laufe der Nacht verlassen zu haben, um vor der Tür zu telefonieren. „Von diesem Zeitpunkt an fehlt ihr jede Erinnerung“, sagte am Sonntag Polizeisprecherin Tanja Rißland. Erst am Sonnabendvormittag kam die 19-Jährige wieder zu sich – in einer ihr fremden Wohnung, der Körper mit Klebeband gefesselt. Daraufhin vergewaltigte der Täter sie mehrmals.

Gegen 11 Uhr befreite der Mann die Frau von den Fesseln, forderte sein Opfer auf, zu gehen und kündigte an, er werde sich selbst das Leben nehmen. Die Frau flüchtete umgehend aus der Wohnung und rettete sich zu Nachbarn. Als Minuten später die Polizei in der Wohnung des Täters in der Harenberger Straße eintraf, stellten die Beamten fest, dass es nicht bei der Ankündigung geblieben war: Der aus dem arabischen Raum stammende Mann hatte sich tatsächlich mehrere Stichwunden zugefügt, Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Der Mann kam zur Behandlung ins Krankenhaus und konnte bereits am Sonntagvormittag vernommen werden. „Er hat ein Geständnis abgelegt“, sagte Polizeisprecherin Rißland.

Nach bisherigen Erkenntnissen kannten Täter und Opfer sich nicht. Auch liegen der Polizei keine Hinweise darauf vor, dass der 21-Jährige der Frau Tropfen oder Drogen verabreichte, um sie zu betäuben. Den Gedächtnisverlust der 19-Jährigen führen die Beamten auf ihre starke Alkoholisierung zurück.

Der Täter ist in der Vergangenheit noch nicht wegen Sexualstraftaten aufgefallen. Er sollte noch im Laufe des Sonntags einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Polizei prüft, ob er für eine Reihe von Attacken auf junge Frauen im Frühjahr verantwortlich ist. Im April war es in Linden wiederholt zu sexuellen Übergriffen auf Fußgängerinnen gekommen. Auch Zusammenhänge zur Vergewaltigung einer 25-jährigen Frau im Dezember 2010 in der Alfred-Wilm-Straße in Limmer werden geprüft. „Bisher deutet aber nichts darauf hin, dass der Mann auch diese Taten begangen haben könnte“, sagte Polizeisprecherin Rißland.

Nachbarn geben Opfer ein Jacke

Die Nachricht über die Vergewaltigung sorgt unter den Anwohnern in der Harenberger Straße für Entsetzen. Bewohner des Mehrfamilienhauses, in dem die 19-Jährige gepeinigt wurde, berichteten am Sonntag, der Täter sei erst vor wenigen Wochen eingezogen.

Den Schilderungen der Anwohner zufolge, war das Opfer am Sonnabendvormittag gegen 11 Uhr aus der Wohnung gestürmt und hatte bei Nachbarn geklingelt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die junge Frau noch Überreste der Fesseln an ihren Gelenken. Ein Hausbewohner gab ihr eine Jacke, um ihren Oberkörper zu bedecken, dann informierte er die Polizei. Mehrere Streifenwagen eilten daraufhin nach Limmer.

Nach Angaben eines Kioskbetreibers, bei dem der geständige Täter in den vergangenen Wochen wiederholt einkaufte, machte der 21-Jährige einen deutlich jüngeren Eindruck.

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