Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
West Wohnungen für Ex-Junkies sind komplett
Hannover Aus den Stadtteilen West Wohnungen für Ex-Junkies sind komplett
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:43 05.12.2014
Die „Hauseltern“ Michael und Anja Lenzen leben und arbeiten auf dem Gelände an der Wunstorfer Landstraße. Quelle: Gerda Valentin
Ahlem

Bei der christlichen Drogenhilfe „Neues Land“ geht es weiter voran. Seit etlichen Jahren baut sie ihr „Haus der Hoffnung“ an der Wunstorfer Landstraße nach und nach weiter aus. In dem Gebäude wurde jetzt die letzte Wohneinheit für ehemals Drogenabhängige fertiggestellt. Zugleich hat die Einrichtung ein neues Projekt namens „CompuTence“ gestartet, das Mediensüchtigen bei einem sinnvollen Umgang mit dem PC helfen will.

Bereits 2003 hatte „Neues Land“ das frühere „Mädchenhaus“ der Israelitischen Gartenbauschule in Ahlem ersteigert. Das imposante Bauwerk war damals in einem verwahrlosten und maroden Zustand. Nach unermüdlicher Arbeit der Mitarbeiter - zusammen mit vielen ehrenamtlichen Helfern - zeigt es sich heute wieder von seiner besten Seite: mit einer Fassade aus weißem Putz und schmuckvollen Klinkern. Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz wurden inzwischen auch die beiden Loggien rechts und links des Haupteingangs saniert. Drinnen sind seit Kurzem alle Wohnungen fertiggestellt. Dank finanzieller Unterstützung durch die Aktion Mensch, die Klosterkammer Hannover, die Software-AG-Stiftung und dank zahlreicher privater Spenden bietet das Haus nun Platz für 14 Bewohner. Diese haben sich von „ihrer“ Droge losgesagt, brauchen auf dem Weg in ein selbstständiges Alltagsleben aber noch Betreuung.

Zu jeder Wohneinheit gehören vier jeweils persönliche Räume, eine Gemeinschaftsküche, ein Wohnzimmer und zwei Bäder. Acht der Plätze sind derzeit belegt. „Für uns gibt es keinen hoffnungslosen Fall, und vier der Bewohner haben bereits eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagt Michael Lenzen vom Vorstand „Neues Land“. Zu dem Konzept gehört, dass auch die sechs Mitarbeiter der Einrichtung in dem Gebäude wohnen - darunter Lenzen und seine Ehefrau Anja, die sich als „Hauseltern“ verstehen.

Noch gibt es viel zu tun. Das Treppenhaus ist dringend zu sanieren, ebenso zwölf denkmalgeschützte Fenster und ein Fitnessraum. Doch insgesamt ist die Drogenhilfe froh, wie weit man schon ist mit dem Ahlemer Projekt. Außer dem „Café Jerusalem“ gibt es jetzt auch ein Internet-Café, das dienstags von 19 bis 22 Uhr für jedermann geöffnet ist. Interessierte können dort beispielsweise Fragen zu Programmen oder Computertechnik klären.

„Neues Land“ weiß aber auch, dass sich die übermäßige Nutzung von Computer oder Smartphone zu einer Sucht entwickeln kann. Ab Oktober wird daher auch eine Beratung für Menschen angeboten, deren Medienkonsum überbordet. „CompuTence“ heißt das Projekt, das auf eine vernünftige Nutzung von PC und anderen modernen Kommunikationsmitteln hinarbeitet und sich an die Allgemeinheit richtet. Ansprechpartner ist Matthias Bald unter Telefon 65 58 05 39.

West Linden-Mitte - Räuber und Gendarm 2.0

In einer alten Fabrikhalle an der Davenstedter Straße treten Jugendliche mit Laserpistolen gegeneinander an - zum Spaß. Das Mindestalter der Teilnehmer ist zwölf Jahre, auch Schulklassen mit ihren Lehrern tummeln sich im Lasertag-Parcours.

05.12.2014
West In der Stadtbahnlinie 10 - Jugendliche rauben Frau ihren Tablet-PC

In der Straßenbahn haben drei jugendliche Räuber am Mittwochmorgen gegen 9 Uhr einer 62 Jahre alten Frau ihr Samsung-Tablet entrissen und sind an der Haltestelle Ehrhartstraße geflüchtet.

05.12.2014
West Überfall am Bankautomaten - Dreister Raub auf der Limmerstraße

Überfall am Bankautomaten: Am hellichten Tag schleicht sich ein Unbekannter von hinten an eine ältere Frau heran und schlägt zu, kurz nachdem das Opfer Geld aus einem Bankautomaten abgehoben hat. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.

05.12.2014