Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
West Zum Fußballspiel ging’s mit dem Boot
Hannover Aus den Stadtteilen West Zum Fußballspiel ging’s mit dem Boot
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:17 18.06.2010

Wenn der Turn- und Sportverein (TSV) Limmer am morgigen Freitag, den Altherren-Supercup Ü32 auf seiner Anlage anpfeift, beginnt zugleich ein Jubiläumswochenende für den Klub. Eines, an dem auch Zahlenmystiker ihre Freude haben: Den TSV gibt es in seiner heutigen Form erst 33 Jahre. Und doch feiert der Verein mit dem zweitägigen Supercup das hundertjährige Bestehen seiner Fußballsparte. Des Rätsels Lösung ist gar nicht so mysteriös. Der TSV ist aus der Fusion zweier limmerscher Traditionsvereine hervorgegangen. Und König Fußball ist nicht der einzige Sport, der auf der Bezirkssportanlage am Limmerbrunnen gefeiert wird.

Werner Müller steht wie kaum ein anderer für den Breitensport. Der 77-jährige TSV-Ehrenvorsitzende trat 1946 in den SV 1910 Limmer ein, einen der beiden Vorgängervereine des TSV. „Damals habe ich Handball gespielt. Erst bei der Jugend, dann bei den Herren“, berichtet er. Seit den 1960er Jahren betreute er Fußballmannschaften; später schlug er kleinere Bälle – auf den Tennisplätzen seines Vereins. Inzwischen mache sich das Alter bemerkbar, sagt er. „Aber hin und wieder spiele ich noch etwas Golf.“ Fußball spielte beim alten SV 1910 stets eine große Rolle. Wenn auch die Anfänge eher bescheiden waren: In den ersten Jahren kickten die Spieler auf einer Leineinsel an der Schwanenburg, die es heute nicht mehr gibt. Mit dem Boot fuhren die Mannschaften zum Spiel. So mancher Zuschauer schwamm einfach hinüber, so zumindest wird es erzählt. In diesen frühen Jahren war auch Nachwuchsfußballer Karl Laue dabei. Der Limmeraner wurde erst Vorsitzender des Vereins und 1946 Mitbegründer sowie erster Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV).

Der zweite Ursprungsverein des TSV war der 1892 ins Leben gerufene Turnclub Limmer. Die Turner des TCL übten seinerzeit auf einer Wiese zwischen der Leine und den früheren Excelsior-Werken. Beide Klubs wechselten mehrmals ihre Standorte. Schließlich zeichnete sich in den 1970er Jahren ab, dass in der Holzrehre am Limmerbrunnen eine neue Bezirkssportanlage entstehen sollte. „Dafür hatten wir jahrelang gekämpft“, erinnert sich Müller. Mit dem Turn-Club war man ohnehin schon durch eine Handballspielgemeinschaft verbandelt. Mit dem Bezug der großen Sportanlage samt neuem Klubhaus ging schließlich die Fusion beider Vereine im Jahr 1977 einher. „Dagegen gab es einigen Widerstand älterer Vereinsmitglieder, die um ihre Traditionen fürchteten“, erzählt Müller, der damals den TSV-Vorsitz übernahm. Aber mehrere Tennisplätze und Fußballfelder, mehr Platz für Volleyball und viel Raum für andere Sportarten – all das überwog schließlich. Rund 1000 Mitglieder zählte der TSV in seinem Gründungsjahr; inzwischen sind es noch 850. Auch Trends kamen und gingen. „In den achtziger Jahren hatte die Tennissparte über 500 Mitglieder“, sagt der heutige TSV-Chef Michael Sonnenburg. Jetzt seien es noch 150. Seit einem halben Jahrhundert bietet der TSV Tennis an; die Sparten Volleyball und Wintersport gibt es auch schon seit 30 Jahren. Keine dieser Sparten kann sich mit dem Anteil der Fußballer im TSV messen. Aber sie trügen sich selbst, sagt Müller. „Der Fußball ist eher ein Zuschussgeschäft für den Verein“, sagt er. Im Klub gibt es 23 Mannschaften, darunter 17 Jugendteams. Die Jugendlichen zahlen geringere Beiträge, brauchen aber eine intensive Betreuung. Auch die drei Sportplätze kosten Geld. Für rund 27 000 Euro ließ der TSV seine Felder jüngst sanieren. Grund für Änderungen im Angebot ist all das nicht. „Wir wollen ja auch etwas für die Jugend tun“, sagt Müller.

Zu ihren Jubiläumswochenende erwarten die TSV-Kicker gut 1500 Fußballer und Zuschauer. Im Zentrum der Feier steht der Altherren-Supercup, an dem 32 Teams aus ganz Deutschland teilnehmen. Am Freitag und Sonnabend, 18. und 19. Juni, kämpfen die Mannschaften um den Wanderpokal. „Wir wollten das Turnier auch mal bei uns haben. Das Spartenjubiläum passt dazu hervorragend“, sagt Sonnenburg. Jeweils am Abend gibt es nach den Spielen ein Rahmenprogramm mit Livemusik und Showeinlagen auf dem Vereinsgelände, Holzrehre 8.

Marcel Schwarzenberger

Der Förderverein der St.-Thomas-Kita in Oberricklingen hat 24000 Euro für neue Spielgeräte gesammelt.

18.06.2010

Die Bewohner der Altenwohnanlage Wrampenhof in Ricklingen können sich freuen: Die Post hat den Briefkasten, den ein Unbekannter unlängst an der Ecke von Düsternstraße und Stammestraße gestohlen hatte, durch einen neuen ersetzt, wie Postsprecher Jens-Uwe Hogardt auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers mitteilte.

Julia Sellner 18.06.2010

Ausrangierte Gartenmöbel, Farb- und Ölreste, Fleischstiegen, ein alter Kühlschrank und weiterer Müll, den Unbekannte an der Bundesstraße 217 zwischen Hauptstraße und Bergfeldstraße abgeladen haben, rufen in Wettbergen Verärgerung hervor.

Bärbel Hilbig 18.06.2010