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Aus den Vereinen Döhrener Spielvereinigung steht vor Rückkehr in Bezirksliga
Hannover Aus den Vereinen Döhrener Spielvereinigung steht vor Rückkehr in Bezirksliga
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11:25 07.05.2010
Die Signale in Döhren stehen auf Aufstieg.
Die Signale in Döhren stehen auf Aufstieg. Quelle: Ulrich zur Nieden
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Nichts wie weg hier. Das ist die Devise bei der Spielvereinigung Niedersachsen Döhren. Sie meinen das nicht bezogen auf den Standort an der Schützenallee, wo gerade erst im vergangenen Jahr das 100-jährige Bestehen gefeiert wurde. Nichts wie weg hier - das gilt der Fußball-Kreisliga. Da spielt der Klub zwar zurzeit eine Hauptrolle. Aber irgendwie doch auch unter seinen Möglichkeiten, findet Trainer Till Uhlig.

Eigentlich sieht es gut aus. Die Signale in Döhren stehen auf Aufstieg. Es geht vorwärts - und damit irgendwie auch zurück. Zu den guten Zeiten nämlich, an die man sich an der Schützenallee so gern erinnert. Zu seinen besten Zeiten bis Ende der neunziger Jahre spielte der Klub schon mal in der damaligen Niedersachsenliga, also drei Spielklassen höher. „Uns war von Anfang an klar, dass wir so schnell wie möglich aus der Kreisliga wieder raus müssen“, sagt Uhlig. „Je länger man in einer Liga bleibt, desto mehr passt man sich dem dortigen Leistungsniveau an. Selbst wenn man vielleicht mehr leisten könnte.“

Nur nicht gemütlich einrichten im neuen Umfeld, lautet also die Devise bei den Niedersachsen. Der gewünschte direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga, auf dem Weg nach oben nur ein geplantes Zwischenziel, kann dabei bereits an diesem Wochenende erreicht werden. Drei Spieltage vor dem Ende der Saison hat Döhren sieben Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten, den TuS Davenstedt. Ein Sieg am Sonntag gegen die zweite Mannschaft von Arminia Hannover würde also reichen. Eigentlich.

Die Situation ist allerdings etwas komplizierter. Arminia II läuft Gefahr, wegen wiederholten Nichtantretens aus der Liga zu fliegen. Dann würden auch alle Punkte aus den Partien gegen Arminia abgezogen werden. Dann bräuchte Döhren bei noch zwei ausstehenden Spielen einen weiteren Sieg, um ganz sicher aufzusteigen. Machbar, aber eben doch ein bisschen unbequemer. „Ich hatte in den vergangenen Tagen einige Wutanfälle“, sagt der Trainer. Und er meint das natürlich nicht ganz so ernst.

Es wär auch kaum denkbar bei Till Uhlig, den Hannovers Fußballfans als fröhlich-flotten Antenne-Radiomoderator und als launigen Stadionsprecher bei Hannover 96 kennen. Und der auch seine Mannschaft bei Laune zu halten weiß - nicht zuletzt durch die Erfolge.

An denen hat neben Uhlig noch ein zweiter Radiomann seinen Anteil: Christian Stoll, Stadionsprecher bei Werder Bremen, steht Uhlig seit dieser Saison als Torwarttrainer zur Seite. Und er macht einen guten Job. Schließlich zählt der Döhrener Schlussmann Sven Rösler zu den auffälligen Spielern der Klasse. Ebenso wie Cem Aksoy (22 Tore), Normen Leibfried und Sascha Lüdke, denen man durchaus zutraut, ein, zwei Ligen höher mitzuhalten: Worauf es da ankommt, kann Torwarttrainer Stoll übrigens aus eigener Anschauung vermitteln: Der 50-Jährige spielte mit dem Blumenthaler SV, einem Klub aus dem Norden Bremens, Anfang der achtziger Jahre sogar schon in der 3. Liga.

Patrick Hoffmann 

Björn Franz 07.05.2010
03.05.2010