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Abnehmen mit der HAZ - HAZ-Leser wollen Gewicht verlieren und setzen auf ein Ärzteteam aus Hannover

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18:36 02.09.2019
Mit der HAZ Gewicht verlieren: Timo Hilgert (v.l.) und Angeli Amoo lassen sich von den Ärzten Michael Fiegenbaum und Julian Mall beraten. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Im Juli trafen sich drei HAZ-Leser zum ersten Mal mit einem Ärzteteam des Klinikum Region Hannover (KRH), um gemeinsam fit zu werden. Unter dem Titel „Hannover nimmt ab“ wollen sie unter professioneller Aufsicht in einem Jahr Pfunde verlieren. Angeli Amoo, Timo Hilgert und Denise Köhler besprachen dazu mit Prof. Julian Mall, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Adipositaschirurgie am Klinikum Nordstadt, die ersten Veränderungen im Bereich Ernährung, Bewegung und Verhalten. Nun trafen die Leser zum ersten Fazit erneut auf das Ärzteteam.

HAZ-Leser verlieren an Gewicht

Mittlerweile haben sich die HAZ-Leser in einer Whatsapp-Gruppe organisiert. Sie motivieren sich untereinander, geben Tipps, machen Mut. HAZ-Leser Timo Hilgert hatte beim ersten Treffen Probleme mit Lebensmittelunverträglichkeiten angegeben. Mall verordnete Rückengymnastik und einen Termin bei einer Ernährungsberatung. Dazu wurden Brot und Brötchen vom Speiseplan gestrichen. Zwei Monate später messen Mall und der Arzt Michael Fiegenbaum nun erneut Body-Mass-Index, Skelettmuskelmasse, Fettmasse, Körperwasseranteil und den Anteil von sogenanntem viszeralen Fett – Bauchfett, das krank machen kann. „Der Bauchfettanteil hat sich positiv entwickelt.“ Hilgert hat trotz Problemen mit Medikamenten fast zwei Kilogramm verloren. „Ich fahre keinen Fahrstuhl mehr, nutze ein Rudergerät, bewege mich mehr“, sagt Hilgert. „Aber das Brot fehlt mir. Wenn alle frühstücken, ziehe ich mir den Haferschleim rein. Das nervt.“ Der 41-Jährige hat in zwei Monaten nur eine Scheibe Brot gegessen. „Ich habe oft richtig Hunger.“

Professor empfiehlt einen Protein-Shake

Professor Mall ist zufrieden mit dem HAZ-Leser. „Es geht darum, in einem Jahr etwa 5 Prozent des Gewichts zu verlieren und das Ergebnis zu halten. Das ist viel effektiver als eine Radikalkur.“ Gegen den Hunger empfiehlt Mall einen Protein-Shake. „Wenn man falsch isst, kann man täglich auch mehr als 10.000 Schritte gehen – das nützt nichts.“ Mall plädiert dafür, Brot und Alkohol ganz wegzulassen. „Das wird nicht jeden Tag klappen. Aber es sollte der Anspruch sein.“ Hilgert solle noch mehr auf Sport setzen.

Für Gewichtsverlust braucht es Geduld

Die zweite Teilnehmerin Angeli Amoo hat nach der ersten Begegnung mit dem Ärzteteam direkt mit mehr Bewegung begonnen. Dreimal in der Woche geht es ins Fitnessstudio, sie probiert Zumba aus und hat Podcasts als Ergänzung zum Sport entdeckt. „Mir geht es richtig gut“, sagt sie den Ärzten. Etwa viereinhalb Kilogramm hat die 52-Jährige verloren. „Man sieht, dass sie etwas tun“, sagt Mall. Auf Süßigkeiten verzichtet Amoo komplett, Obst wie Blaubeeren isst sie kaum noch, Alkohol wird vermieden – „nur beim Schützenfest in Gesellschaft“. Amoo scheint trotzdem nicht ganz zufrieden. Der Gewichtsverlust könne schneller gehen. Mall mahnt eine realistische Erwartungshaltung an. „Am wichtigsten ist es, ruhig zu bleiben. Fast fünf Kilogramm ist sehr viel. Es ist kein Anlass für Frust.“

Nächster Test ist im Oktober

Der nächste Termin mit den Ärzten ist im Oktober. Dann ist auch hoffentlich die dritte Teilnehmerin, Denise Köhler, wieder dabei. Die 24-Jährige wird derzeit von ihrem Studium sehr beansprucht. „Ich hoffe, sie bleibt trotzdem dran“, sagt Chefarzt Mall.

Lesen Sie mehr

Die Übersicht unserer Themen: Fit und gesund – die HAZ-Gesundheitswochen 2019“

Von Jan Sedelies

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