Acht Brennpunktschulen in Hannover bekommen zusätzliches Geld
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Acht Brennpunktschulen in Hannover bekommen zusätzliches Geld

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15:51 28.11.2020
Die Grundschule Mühlenberg will ihren Kindern ein warmes MIttagessen bieten, hier ein Bild von 2017. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Acht Brennpunktschulen sollen aus dem städtischen Hilfsprogramm für „Schulen mit besonderen Herausforderungen“ insgesamt rund 226.000 Euro bekommen. Das hat der Schulausschuss jetzt einstimmig beschlossen. Damit wären alle Schulen bedacht, die in diesem Jahr Unterstützung bekommen sollten.

Großteil geht an Peter-Ustinov-Schule

Das meiste Geld bekommt die Peter-Ustinov-Oberschule in Ricklingen. Für 60.000 Euro sollen Lerninseln um die Aula herum geschaffen werden, um die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern, und andererseits sollen die Schüler bei der Umgestaltung des Untergeschosses beteiligt werden. Für 6.000 Euro werden LED-Projektoren und Leinwände zum Einstieg in den digitalen Unterricht angeschafft, mit 17.150 Euro soll eine Mitarbeiterin finanziert werden, die Ansprechpartnerin für bulgarische Schüler und Eltern ist, mit ihnen telefoniert, Elternbriefe übersetzt und Kontakte zu Lehrkräften vermittelt. Etwa ein Fünftel der Schüler der Oberschule hat Bulgarisch als Muttersprache. Die benachbarte Johannes-Kepler-Realschule will für 20.000 Euro interaktive Tafeln kaufen und mit 5.000 Euro Flurtische und Container bezahlen, um Ausweichmöglichkeiten für Förder-Kinder zu haben.

Grundschulen wollen Beamer und Kameras kaufen

Die Grundschule Hägewiesen am Sahlkamp möchte für 10.000 Euro Dokumentenkameras, Beamer und Beamerwagen anschaffen, um Schülern, die nicht gut Deutsch können, Unterrichtsinhalte besser zu vermitteln. Die Kinder sollen auch selbst Erklärvideos drehen können. Auch die Grundschule Tegelweg (Vahrenheide) will für das Drittel ihrer Schüler, das Migrationshintergrund hat oder aus bildungsferneren Familien kommt, den Unterricht besser visualisieren, sprachsensibler Unterricht, Rückzugsräume und Kopfhörer für Schüler mit Konzentrationsproblemen und Projekte zum sozialen Lernen sollen für insgesamt 50.600 Euro finanziert werden.

Die Grundschule Herrenhausen bekommt 30.000 Euro, um zwei weitere Räume so auszustatten, dass sie vormittags für den Unterricht und nachmittags für den Ganztag genutzt werden können. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Badenstedt will in einem Lernbüro Fünftklässler in Deutsch, Englisch und Mathematik fördern, dafür gibt es 10.000 Euro. Die IGS Vahrenheide/Sahlkamp erhält aus dem Programm der Stadt 10.000 Euro, um Informationstexte für Eltern übersetzen und Elterngespräche von Dolmetschern begleiten zu lassen. Die Grundschule Mühlenberg bezahlt mit 7500 Euro eine Kraft, die bis Ende des Schuljahres bei der Mittagessenausgabe hilft. Zwar ist die Schule noch keine Ganztagsschule, will ihren Kindern aber dennoch ein warmes Mittagessen bieten.

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Von Saskia Döhner