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Aus der Stadt Gewerkschaft: Standorte von Karstadt Kaufhof in Hannover aktuell nicht bedroht
Hannover Aus der Stadt

Aktuell keine Standorte von Karstadt und Kaufhof in Hannover bedroht

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14:03 11.06.2019
Die Galeria Kaufhof an der Marktkirche ist eines von vier hannoverschen Häusern der Signa-Gruppe. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Die am Pfingstmontag verkündete Komplettübernahme der Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof durch die Signa-Holding des österreichischen Investors René Benko hat nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi vorerst keine Auswirkungen auf die vier Standorte in Hannover. „Bisher ist uns nichts bekannt“, sagt Juliane Fuchs, für den Handel zuständige Gewerkschaftssekretärin. Signa habe immer betont, die Filialen erhalten zu wollen.

Mietvertrag bis Juni 2022

Benko hatte mit seiner Holding die 49,99 Prozent Anteile des kanadischen Einzelhandelskonzerns Hudson’s Bay Company (HBC) an Galeria Karstadt Kaufhof sowie den Immobilienbestand zum Gesamtpreis von rund einer Milliarde Euro übernommen. „Die Häuser in Hannover sind Mietobjekte“, sagt Fuchs. Der Mietvertrag für das Haus an der Marktkirche, das für den Fall der Fälle als erster Wackelkandidat gilt, laufe bis Juni 2022.

Nach Einschätzung von Verdi will Signa sein Online-Angebt zu einem Marktplatz ausbauen und es mit dem stationären Handel verzahnen. In den Kaufhäusern kann dann auch im Netz bestellt und umgekehrt dort georderte Ware abgeholt werden. „Dazu müssen die Häuser ihr Angebot stärker differenzieren“, meint Fuchs.

Einzelgespräche in Sachen Stellenabbau

Parallel zu den Änderungen in der Eigentümerstruktur streiten die Gewerkschaft Verdi und Signa weiter um einen von der Holding geforderten sogenannten Segmenttarifvertrag. Es geht um Lohneinbußen sowie um Verhandlungen für einen Personalabbau in den beiden hannoverschen Kaufhof-Häusern. Nach Gewerkschaftsangaben sollen bis Juli 25 Prozent der insgesamt 375 Stellen eingespart werden. „Es gibt derzeit Einzelgespräche mit den Mitarbeitern zu den Themen Abfindungen und freiwillige Stundenreduzierung“, sagt Fuchs.

Auch die allgemeine Tarifauseinandersetzung im Einzelhandel ist nicht beendet. Die Arbeitgeber haben bisher kein Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Einkommen um einen Euro pro Arbeitsstunde und ein tarifliches Mindesteinkommen von 2100 Euro im Monat sowie eine Laufzeit von zwölf Monaten. Nächster Verhandlungstermin ist am Montag, 17. Juni.

Von Bernd Haase

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