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Aus der Stadt Alarm in Labor der Hochschule Hannover: Unbekannte Flüssigkeit stellt sich später als Kondenswasser heraus
Hannover Aus der Stadt

Alarm in der Hochschule Hannover: Chemikalie in Labor ausgetreten

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17:41 07.12.2019
Einsatz in der Hochschule: In einem Labor löste ein Säurealarm aus. Quelle: Rodriguez
Hannover

Aus zunächst ungeklärter Ursache ist am Sonnabendmittag im Labor eines Hochschulgebäudes in Linden-Süd eine möglicherweise gefährliche Flüssigkeit ausgetreten. Erst nach einem großangelegten Feuerwehreinsatz mit Spezialkräften stellte sich bei einer Untersuchung heraus: Die vermeintliche Chemikalie war harmloses Kondenswasser aus einer Klimaanlage. Die sensorgesteuerte Warnanlage war wegen einer technischen Störung im Abluftsystem des Labors ausgelöst worden. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand.

Hausdienst alarmiert die Feuerwehr

Wie die Feuerwehr berichtet, hatte gegen 11.50 Uhr an der Hochschule ein automatischer Säurealarm einen Warnton ausgelöst. Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Martin Trang hatte der Hausdienst die sensorgesteuerte Warnanlage gehört und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Die Rettungskräfte ließen nach ihrem Eintreffen das Gebäude räumen und bereiteten einen Einsatz in Schutzanzügen vor. Durch ein Labor-Fenster im Erdgeschoss war laut Feuerwehr auch eine Flüssigkeit zu sehen, die offenbar auf den Boden gelaufen war.

Ausgetreten war die zunächst unbekannte Flüssigkeit im Labor für Werkstoffkunde der Fakultät für Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik. „Die möglicherweise gefährliche Chemikalie wurde mit einem Spezialfließ aufgenommen und in einem gasdichten Überfass abtransportiert“, sagte der Feuerwehrsprecher. Worum es sich bei dem vermeintlichen Gefahrgut handelte und ob die Substanz giftig war, stand demnach zunächst aber noch nicht fest.

Einsatz in der Hochschule: In einem Labor dieses Gebäudes löste ein Säurealarm aus. Quelle: Rodriguez

Dass kein Zusammenhang zwischen der Flüssigkeit und dem sensorgesteuerten Alarm bestand, stellte sich erst nach einer Untersuchung heraus. Offenbar hatten aber auch die Messgeräte der Spezialkräfte zu Beginn des Einsatzes keine ungewöhnlichen Werte angezeigt. Die Feuerwehr hielt schon während des Einsatzes auch eine Störung des Sensors für möglich. Die Flüssigkeit sollte aber laut Einsatz-Sprecher sicherheitshalber der zuständigen Laborleitung für eine Überprüfung übergeben werden. Die aus dem Gebäude evakuierten Studenten durften die Hochschule unmittelbar nach dem Beseitigen der Flüssigkeit aus Sicherheitsgründen auch zunächst nicht wieder betreten.

Berufsfeuerwehr mit ABC-Spezialkräften im Einsatz

Entwarnung gab es dann erst später: Die vermeintliche Chemikalie war Kondenswasser. Ein technischer Defekt im Abluftsystem hatte den Labor-Alarm verursacht. Ausgerückt war zum Hochschulgebäude nicht nur die Berufsfeuerwehr mit Spezialkräften einer Einheit für atomare, biologische und chemische (ABC) Messtechnik. Auch die Ortsfeuerwehr Linden war im Einsatz.

Alle Personen mussten das betroffene Gebäude verlassen. Quelle: Rodriguez

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Von mic/Ingo Rodriguez

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