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Aus der Stadt Sprachlernklassen führen Theaterstücke in der Innenstadt auf
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Alle Stadtteile: Sprachlernklassen führen Theaterstücke in der Innenstadt auf

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00:21 24.06.2019
Die Kinder stellen sich und ihre Schulen am Kröpcke vor. Über die ganze Innenstadt verteilt, haben sie anschließend zu kleinen Theaterstücken eingeladen. Quelle: Frank Wilde
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„Wir machen Theater und wir möchten euch kennenlernen“, schallte es Freitagmittag am Kröpcke. Schüler aus den Sprachlernklassen der Gesamtschulen in mehreren Stadtbezirken führten eine große Theaterperformance zum Thema „Grenzgänger_innen“ auf. In dem gemeinsamen Projekt von Lehrern der Sprachlernklassen und den Pädagogen des Theaters Löwenherz zeigten die Kinder in verschiedenen Stücken Geschichten über den Alltag, Reisen und die Träume junger Menschen mit Migrationshintergrund.

Unter dem Motto „Wir sind neu hier. Wir sind Grenzgänger. Wir sind zwischen den Welten“ stellten die Kinder sich und ihre Schulen am Kröpcke vor. Über die ganze Innenstadt verteilt, luden sie anschließend zu kleinen Theaterstücken ein.

Im Jemen spielen die Kinder auch Fußball

Er habe sich heute extra freigenommen, um seinem Sohn bei der Aufführung zuzusehen, erzählt Rafeq Aquabat stolz am Platz der Weltausstellung. Hier stellten die Schüler der IGS Vahrenheide-Sahlkamp kleine Alltagssituationen nach, um zu verdeutlichen, dass die Unterschiede zwischen den Kulturen nicht so groß seien. Schnell wurde klar: Im Jemen spielten die Kinder eben auch Fußball, genau wie in Deutschland.

Schüler der Sprachlernklassen aus verschiedenen Gesamtschulen in den Stadtbezirken führen Straßentheater zum Thema „Grenzgänger_innen“ in der Innenstadt auf. Zuvor haben die Kinder sich und ihre Schulen am Kröpcke vorgestellt.

Nach Rückkehr zum Kröpcke beschrieben die jungen Schauspieler, dass es Grenzgänger nicht immer leicht hätten. Dafür stellten sie alle gemeinsam Ausgrenzungserfahrungen nach und boten zugleich eine Lösung an: Nur eine Person müsse sich überwinden und den Ausgegrenzten die Hand reichen.

Theater kann Mut machen

Hendrik Becker vom Theater Löwenherz hat es sich zum Ziel gesetzt, Theater und Schule zu verbinden. Es sei wichtig, dass die Kinder den Mut fänden, auf andere zuzugehen. Dafür hätten er und sein Team aus Pädagogen 20 Stunden mit den Kindern geprobt. „Ein Projekt in der Größe ist schon eine spannende Herausforderung“, meint Becker. Ghazi von der IGS Linden zeigte sich zufrieden. Durch das Projekt habe er viele neue Freunde gefunden und ist dankbar: „Hendrik und sein Team haben viel für uns gemacht, das freut uns.“

Susanne Eser, Lehrerin an der IGS Badenstedt, ist begeistert, dass sie viele Zuschauer erreichen konnten. Einige hätten sich am Ende sehr interessiert an dem Projekt gezeigt. Sie findet: „Integration beginnt über Momente.“ Es müsse ein Funke überspringen. Und der sprang am Ende definitiv über. Nach der Aufforderung der Kinder „Lasst uns zusammen tanzen“ ließen sich Lehrer, Eltern und Zuschauer nicht zweimal bitten und schlossen sich dem großen Abschlusstanz an.

Von Alina Stillahn

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