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Aus der Stadt Neues Konzept: „Traumzauber“ auf dem Küchengartenplatz
Hannover Aus der Stadt

Alternativer Weihnachtsmarkt in Linden-Mitte: Neues Konzept für Spektakel auf dem Küchengartenplatz

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12:34 12.12.2019
Wintermarkt mit neuem Konzept: LindenGut-Vorsitzender Jan Sennert (links) sowie Sophia Eckermann und Adrien Renauldon von Abro Team freuen sich auf die Eröffnung am 13. Dezember. Quelle: Navid Bookani
Linden-Mitte

Es soll ein Wintermarkt sein, der zum Verweilen einlädt – mit elf selbst gebauten Hütten, Zirkuszelt, viel Kulturprogramm und nachhaltigen Produkten aus der Region. Die Standortgemeinschaft LindenGut und die Veranstaltungsagentur Abro Team GmbH haben ihr neues Konzept für den diesjährigen „Traumzauber“-Markt auf dem Küchengartenplatz vorgestellt. „Es ist ein Markt von Lindenern für Lindener“, sagt Jan Sennert, Vorsitzender des Vereins LindenGut und Betreiber des „Centrums“. Das Konzept sei auf mehrere Jahre ausgelegt. „Wir haben sogar ein eigenes Märchen für den Markt geschrieben“, sagt Sophia Eckermann von Abro Team, das für sein alternatives Moyn-Moyn-Festival in Oyten bei Bremen bekannt ist. Es gehe darum, den Besuchern auf dem Küchengarten eine Geschichte zu erzählen. Die Veranstalter wollen auch zeigen, dass ihr Markt eine echte Alternative zum Adventsrummel in der Innenstadt ist.

Hörspiele für Kinder und Recycling-Workshops

Eröffnet wird der „Traumzauber“ am Freitag, 13. Dezember, mit einem Laternenumzug für Kinder, der ab 16.30 Uhr am Faustgelände startet und dann zum Küchengarten führt. Alle Kinder sollen ihre Laternen in den Traumzauberbaum hängen, der zurzeit noch im Lebensgarten Steyerberg aus Weiden gefertigt wird. Während des neuntägigen Marktes werden diverse Workshops, unter anderem zum Recycling, politische Vorträge etwa zur Lage der Kurdenrepublik Rojava in Syrien, ein Tausch-Rausch-Laden und Hörspiele für Kinder angeboten.

Geöffnet ist bis zum 22. Dezember täglich zwischen 12 und 21 Uhr. „Wir wollen, dass die Menschen mehrere Stunden dableiben und nicht nur schnell einen Glühwein trinken und dann wieder gehen“, sagt Sennert. „Konsumieren heißt nicht immer nur Geld ausgeben“, ergänzt Eckermann, „es kann auch einfach nur da sein bedeuten.“

Glühwein aus dem eigenen Becher?

Sennert meint, es seien auch die kleinen Gesten, die für Nachhaltigkeit stünden: Es reiche, wenn die Besucher einfach ihren eigenen Becher für den Glühwein mitbrächten, denn ein einheitliches Pfandsystem könne man auf einem Stadtteilmarkt kaum einführen. Für die Veranstalter ist schon die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung ein Kraftakt. Einen Großteil der Kosten von insgesamt rund 10 000 Euro übernimmt die Wirtschaftsförderung Hannover. Die Gewerbetreibenden in Linden versuchen, ihren Eigenanteil mit den Sonderbriefmarken und Jutetaschen, die die drei warmen Brüder zeigen, sicherzustellen.

Wer sich keinen eigenen Stand leisten kann, mietet sich im „Zauberfächerstand“ ein. Dort verkauft LindenGut von Kreativen aus dem Stadtteil allerlei Selbstgemachtes, von selbst genähter Kleidung bis zu bemalten Feuerzeugen. Es gibt auch Holzspielzeug und Saatgut. Das Interesse, eigene Arbeiten dort in einer Box zu präsentieren, sei groß, sagt Adrien Renauldon von Abro Team. Und wer dieses Jahr nicht zum Zuge gekommen sei, werde auf jeden Fall für 2020 vorgemerkt. Es geht ja schließlich um Nachhaltigkeit.

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