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Aus der Stadt Abbiegemanöver am Maschseeufer führte zu Unfall
Hannover Aus der Stadt Abbiegemanöver am Maschseeufer führte zu Unfall
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00:17 06.01.2019
Der Unfall ereignete sich auf Höhe des NDR-Parkplatzes – hier muss man immer mit abbiegenden Fahrzeugen rechnen. Quelle: Rainer Droese
Hannover

Das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer ist eine der gefahrenträchtigsten Straßen in Hannover. Insbesondere zwischen Sprengel Museum und Altenbekener Damm kommt es immer wieder zu intensiven Annäherungen zwischen Fahrzeugen, weil in beide Richtungen je zwei Spuren genutzt werden – die aber in weiten Streckenabschnitten nicht durch gestrichelte Linien abgetrennt sind. Am Amtsgericht wird derzeit über einen Unfall verhandelt, in den im April 2018 ein Celler Ford-Fahrer und eine Hemmingerin in einem Fiat verwickelt waren. Dabei stießen die beiden Kombis, an einem Sonntagnachmittag Richtung Döhren unterwegs, im Zuge eines Abbiegemanövers auf Höhe des NDR-Funkhauses zusammen.

Der 47-jährige Ford-Fahrer war auf Parkplatzsuche, fuhr auf Höhe des Sprengel Museums mit Tempo 30 bis 40 das Rudolf-von-Bennigsen-Ufer südwärts. Ob sein Wagen ganz rechts oder in der Fahrbahnmitte rollte, ist strittig; theoretisch passen zwei in die gleiche Richtung rollende Autos nebeneinander, auch ist die Nutzung von zwei parallelen Spuren durchaus erlaubt. Fest steht, dass die 35-jährige Hemmingerin – deren Tochter auf dem Beifahrerplatz saß – den langsam fahrenden Celler Wagen irgendwann überholen wollte. Sie habe sich schon neben diesem Fahrzeug befunden, so erklärte sie Zivilrichterin Dagmar Frost, als der Ford plötzlich nach links Richtung NDR-Parkplatz ausgeschert sei: „Blinken und rüber war eins.“ Ihr Kontrahent versicherte dagegen, rechtzeitig links geblinkt und per Schulterblick sein Abbiegemanöver vorbereitet zu haben: „Und dann hat es auch schon geknallt.“ Nach Ansicht seines Anwalts befand sich die Fiat-Fahrerin vor dem Unfall keineswegs knapp neben dem Ford, sondern sei von vornherein zum Überholen auf die Gegenfahrbahn ausgeschert.

Streit geht um 1675 Euro

Fotos vom Unfallort zeigen, dass die beiden Kombis tatsächlich auf der Gegenfahrbahn kollidierten, doch Auskunft über den genauen Ablauf des Geschehens geben sie nicht. Die Versicherung stufte die Unfallspuren an dem älteren Ford als Totalschaden ein und erstattete dem Fahrer im Rahmen seiner Vollkasko-Versicherung den Restwert des Wagens. Auch erkannte der 47-Jährige gegenüber der Fiat-Fahrerin eine Mitschuld von 50 Prozent an dem Unfall an. Doch an den Kosten für Sachverständigengutachten, Mietwagen und Versicherungs-Eigenanteil sollte sich die Hemmingerin beteiligen – was diese nicht einsah. Letztendlich geht es um eine Summe von 1675 Euro.

Richterin Frost wird am 24. Januar verkünden, ob sie noch einen Gutachter beauftragen wird oder – was wahrscheinlicher ist – ein Urteil gefällt hat. Sie deutete aber bereits an, dass die Fiat-Fahrerin nicht gänzlich ungeschoren davonkommen dürfte. Immerhin hatte diese erklärt, die Situation mit parkplatzsuchenden Autofahrern am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer zu kennen; möglicherweise war der Unfall nicht unabwendbar, weil die 35-Jährige mit plötzlichen Abbiegemanövern langsam daherrollender Autofahrer rechnen musste und beim Überholen nicht die notwendige Sorgfalt walten ließ. Ein Bußgeld haben übrigens beide Parteien bereits bezahlt: die Frau 20 Euro, ihr Kontrahent 45 Euro.

Von Michael Zgoll

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