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Aus der Stadt Kundin muss geplatzte Urlaubsreise zahlen
Hannover Aus der Stadt Kundin muss geplatzte Urlaubsreise zahlen
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13:35 18.12.2018
Die Klägerin scheiterte vor dem Amtsgericht Hannover. Quelle: Michael Zgoll
Hannover

Mitarbeiter eines Reisebüros sind nicht verpflichtet, Kunden ungefragt über Visa- und Einreisevorschriften bei geplanten Auslandsaufenthalten aufzuklären. Dieser Satz ist Bestandteil eines Urteils, das das Amtsgericht Hannover jetzt in einem Prozess um Schadensersatz für eine geplatzte Urlaubsreise gefällt hat.

Ein Ehepaar hatte im August 2017 in einem Oberricklinger Reisebüro eine zehntägige Flugreise in die Türkei gebucht, war auf dem Flughafen von Antalya aber wieder nach Deutschland zurückgeschickt worden. Der Grund: Die Frau polnischer Herkunft hatte nur einen Personalausweis aus ihrem Heimatland dabei, aber keinen Reisepass – den sie zur Ausstellung eines Visums benötigt hätte. Nun wollte die frustrierte Kundin die Reisekosten von 1318 Euro vom Reisebüro erstattet bekommen, weil sie falsch beraten worden sei, scheiterte allerdings mit ihrer Klage.

Die Aussagen der Kundin und der Reisebüromitarbeiter vor Gericht waren gegensätzlich. Die Frau beharrte darauf, auf ihre polnische Staatsangehörigkeit hingewiesen zu haben, zwei Reisebüromitarbeiter bestritten dies. Da Zivilrichterin Catharina Erps nicht klären konnte, wer sich richtig oder falsch erinnert, wies sie die Klage ab. Die Klägerin hätte beweisen müssen, dass sie tatsächlich falsch beraten wurde. Das Gericht habe aber nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen können, so Erps, dass die Frau wirklich ausdrücklich nach einem per polnischem Personalausweis erreichbaren Reiseziel gefragt habe. Im September, im Zuge einer ersten Verhandlung, hatte die Richterin den Parteien einen Vergleichsvorschlag von 450 Euro unterbreitet. Diesen hatte das Reisebüro jedoch abgelehnt.

Von Michael Zgoll

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