Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Mann fordert bei Kippa-Walk den Tod aller Araber
Hannover Aus der Stadt Mann fordert bei Kippa-Walk den Tod aller Araber
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 19.01.2019
Das Amtsgericht verurteilte einen 44-Jährigen wegen Volksverhetzung. Quelle: dpa
Hannover

Das Amtsgericht Hannover hat am Mittwoch einen 44-Jährigen wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe verurteilt. Dan M. hatte bei einer Versammlung gegen Antisemitismus in Hannover im Mai 2018 mehrmals lautstark den Tod aller Araber gefordert. Nun muss er 90 Tagessätze von je 15 Euro zahlen – das Mindeststrafmaß bei Volksverhetzung. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Monate Haft auf Bewährung gefordert.

Der Vorfall ereignete sich beim Kippa-Walk in Hannovers Innenstadt, an dem im Mai vergangenen Jahres rund 600 Menschen teilnahmen. Mit dem Tragen der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung setzten sie ein Zeichen gegen Antisemitismus. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft hatten diesen ersten Kippa-Walk in Hannover vom Trammplatz zum Steintor organisiert.

M., der selbst Deutsch-Israeli und jüdischen Glaubens ist, hatte an der Versammlung in der Georgstraße teilgenommen. In seinem Geständnis erklärte der Angeklagte, dass ihn eine Gruppe Jugendlicher nahe dem Schillerdenkmal provoziert habe. Die augenscheinlich arabischstämmigen Jungen sollen im Gespräch untereinander von „Scheiß Juden“ gesprochen haben, die man „verbrennen“ und denen man „in die Asche pissen“ müsse. Das bestätigten auch Zeugen.

Täter war betrunken

Einige Hundert Meter weiter rief der Angeklagte daraufhin dreimal lautstark „Tod allen Arabern“. Andere Versammlungsteilnehmer stellten ihn zur Rede, es entstand ein Tumult, woraufhin die Polizei einschreiten musste. Die Gruppe Jugendlicher wurde allerdings nicht festgenommen. M. war zum Tatzeitpunkt betrunken, ein Test ergab 1,69 Promille. „Sie haben der guten Sache einen Bärendienst erwiesen“, sagte Amtsrichter Michael Siegfried in seinem Urteil. Denn während die Jugendlichen mit ihren Bemerkungen „aus der untersten Schublade“ eher unter sich geblieben seien, habe der vorbestrafte 44-Jährige so laut zurückgepöbelt, dass dies von vielen Menschen bemerkt worden sei. M. hat das Urteil angenommen, damit ist es rechtskräftig.

Von Johanna Stein

Die Schnellwegbrücke über die Hildesheimer Straße in Hannover soll am Donnerstagmorgen wieder frei befahrbar sein. Die Querung ist seit eineinhalb Wochen wegen einer Notreparatur in Richtung Sehnde gesperrt. Die Arbeiten verzögerten sich um vier Tage.

16.01.2019

Für die neue „Nacht der Gastronomie“ werden Awards für das beste Restaurant und die beste Bar in Hannover vergeben. Die Abstimmung läuft von jetzt an –machen Sie mit!

17.01.2019

Auf der Autobahn 7 bei Großburgwedel ist am Mittwochnachmittag ein Lkw-Fahrer getötet worden. Der Lastwagen hatte die Mittelschutzplanke durchbrochen und kippte auf die Seite. Erst am frühen Donnerstagmorgen wurde die Sperrung der A7 aufgehoben.

17.01.2019