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Aus der Stadt Der Zoo Hannover ist jetzt gemeinnützig
Hannover Aus der Stadt

Artenschutz und Bildung: Zoo Hannover ist jetzt gemeinnützig

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15:44 28.01.2020
„Wir freuen uns über die Wertschätzung unserer Arbeit“: Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff. Quelle: Yvonne Riedelt/Zoo Hannover
Hannover

Wie bereits viele andere Tierparks in Deutschland ist auch der Erlebniszoo Hannover seit Jahresbeginn als gemeinnützige Einrichtung anerkannt. Das teilte Geschäftsführer Andreas Casdorff am Dienstag in Hannover mit. „Der Zweck der Gesellschaft bekommt durch diese Anerkennung noch einmal einen neuen Impuls. Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung dieser Arbeit.“

Gemeint ist das laut Casdorff vielfältige Engagement des Zoos in weltweiten und lokalen Projekten für den Arten- und Naturschutz, seine Beteiligung an Forschungsprojekten und sein Einsatz in der Bildung. Allein im vergangenen Jahr habe der Zoo als anerkannter und ausgezeichneter außerschulischer Lernort Schülern von der Grundschule bis zur Oberstufe Wissen über die Tierwelt vermittelt.

Erträge für gemeinnützige Zwecke

Das erkennt nun auch das Finanzamt an. Bisher war der Zoo steuerrechtlich gesehen eine gewinnorientierte Gesellschaft. Nun wird honoriert, dass er seine Erträge für gemeinnützige Zwecke verwendet.

Für Besucher ändert sich dadurch erst einmal nichts. Die Eintrittspreise sind laut Casdorff seit 2013 konstant und sollen es auch die kommenden zwei Jahre bleiben. Durch die Gemeinnützigkeit wird es jetzt aber wesentlich einfacher, den Zoo mit Spenden bei seiner Arbeit finanziell zu unterstützen. Zuwendungen können jetzt unmittelbar an den Zoo gehen und müssen nicht mehr wie bisher an die Zoostiftung der Region Hannover oder die Zoofreunde abgewickelt werden. Der Zoo kann jetzt auch Spendenquittungen ausstellen.

Engagement aufrecht erhalten

Im Gegenzug muss der Zoo sein Engagement aufrecht erhalten, will er die Gemeinnützigkeit nicht aufs Spiel setzen. Alle Erträge aus Spenden werden laut Casdorff für die Modernisierung von Gehegen, für Artenschutzprojekte und die Ausweitung der Bildungsangebote aufgewendet.

Dafür, sagte Casdorff, arbeite der Zoo intensiv an der Fortsetzung des Masterplans 2025+. So werde in diesem Jahr das Elefantengehege erweitert, in der Yukon Bay werde es ein neues Gehege für Stinktiere, Baumstachler und Schneehasen geben. Außerdem habe die Planung für die Erweiterung der Sambesi-Landschaft begonnen. Durch den neuen Eingang gibt es dafür im vorderen Bereich des Zoos Platz. Möglicherweise sollten die Löwen dorthin umziehen, sagte Casdorff.

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Von Karl Doeleke

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