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Aus der Stadt Aus für Kaifi-Sportslodge: CDU kritisiert Stadtspitze
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Aus für Kaifi-Sportslodge: CDU kritisiert Hannovers Stadtspitze

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18:11 06.02.2020
Vor dem Abriss: Die Kaifi-Sportslodge am Fischerhof, das ehemalige Kaiser-Center. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Das Aus der größten Freizeitsportanlage in Hannover, der Kaifi-Lodge am Fischerhof, hat jetzt auch einen kommunalpolitischen Nachhall. CDU-Sportpolitiker Thomas Klapproth fordert „von der künftigen Spitze des Baudezernats eine enge Abstimmung mit dem Sportdezernat, um bestehende Anlagen möglichst zu erhalten“. Auch wenn es sich in diesem Fall um eine privatwirtschaftliche Entscheidung handele, an der man „aus sportpolitischer Sicht nicht rütteln“ könne, müssten solche Freizeitsportanlagen künftig „städteplanerisch Berücksichtigung finden“.

Kaifi-Lodge am Fischerhof soll noch 2020 abgerissen werden

Das Siebzigerjahre-Gebäude, das kurze Zeit als Brauerei (Kaiser-Bräu) gedient hatte und ab 1983 als Kaiser-Center zur größten Freizeitsportanlage Hannovers wuchs, ist zum Jahreswechsel verkauft worden. Der neue Eigentümer, die BOB aus Aachen, will dort ein 26.000 Quadratmeter großes Bürohaus errichten. Die Altimmobilie soll voraussichtlich noch in diesem Jahr abgerissen werden. Die Verträge der Mitarbeiter sind zu Ende Mai gekündigt – möglicherweise kann Betreiber Sven Koerner die Anlage aber auch noch länger offenhalten.

„Sportpolitisch unbefriedigend“

CDU-Sportpolitiker Klapproth weist darauf hin, Hannovers Sportvereine seien „nicht in der Lage, den Wegfall zu kompensieren“. Dass betroffene Freizeitsportler, die vereinsunabhängig etwa Squash, Badminton, Tischtennis oder Tennis spielen wollen, jetzt überwiegend auf Umlandanlagen ausweichen müssen, sei „unbefriedigend“, moniert Klapproth. Die HAZ hatte eine Übersicht über Anlagen veröffentlicht, die für Freizeitsport geöffnet sind.

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