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Aus der Stadt Sieben Brücken bis zur Schleuse
Hannover Aus der Stadt Sieben Brücken bis zur Schleuse
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18:00 19.04.2019
Der Mittellandkanal ist nicht nur Wasserstraße, sondern auch Naherholungsziel. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Auf mehr als 20 Kilometern zieht sich der Mittellandkanal als blaues Band durch Hannover, was für einen Spaziergang dann doch etwas weit wäre. Stellt sich die Frage: Aus der Mitte der Stadt nach Osten oder nach Westen? Im Osten liegt die Hindenburgschleuse als markantes Ziel. Startet man an der Noltemeyerbrücke in Groß-Buchholz, lässt sich zählen. Der Weg am Ufer führt nacheinander nicht über, sondern unter sieben Brücken bis dorthin.

Viel Grünes am blauen Band

Von der Noltemeyerbrücke aus erreicht man über den Geha-Platz das linke Kanalufer, das hier Nottelmannufer heißt. Bald kommt die Buchholzer Mühle in Sicht, die leider nicht mehr öffentlich bewirtschaftet ist, aber trotzdem noch eine Landmarke bildet – eine der eher seltenen übrigens auf dem Weg, der für Spaziergänger und Wanderer geeignet ist, die Gradlinigkeit schätzen.

Der Kanalweg zwischen Noltemeyerbrücke und Anderten. Quelle: win

Andererseits: Immer man stößt unterwegs auf Grünflächen und Anpflanzungen, die beim Ausbau des Kanals Ende vergangenen Jahrhunderts geschaffen worden sind. Hinter der Pasteurallee etwa überspannt eine Holzbrücke mit Köpfen aus Naturstein ein Biotop. Ein Ort zum Verweilen, aber genug Bänke für eine Pause mit Blick auf Schiffe, Enten und Möwen sind auch im weiteren Verlauf am Kanal vorhanden.

Seitenwechsel erforderlich

Vor allem an schönen Tagen ist es nicht einsam am Kanal; Spaziergänger, Walker, Jogger und Radfahrer schätzen den Weg am Wasser. Hinter der Brücke Hannoversche Straße wird es auf der linken Seite allerdings ruhiger, weil der Weg etwas später vom Abzweig des Stichkanals Richtung Misburger Hafen getrennt wird. Wer zur Schleuse will, muss deshalb an dieser Brücke die Uferseite wechseln und kann dann im weiteren Verlauf mit einem Blick über den Kanal einen Eindruck davon erhalten, warum das Misburger Hafengebiet Industrierevier ist.

Die Hindenburgschleuse ist das Ziel der Wanderung. Quelle: Christian Behrens

Zwei Eisenbahnbrücken und die Brücke Gollstraße sind es noch, dann kommt die Schleuse ins Blickfeld. Meistens wird in den Kammer gerade ein Schiff nach oben gehievt oder nach unten gelassen. Es wird eine viel weitere Strecke vor sich haben als der Wanderer. Der kann nun entscheiden, ob er ein Stück zurück und dann über die Gollstraßenbrücke zum S-Bahnhof-Misburg-Anderten geht oder doch lieber mit der Stadtbahn am Tiergarten entlang zurück nach Hannover fährt.

Zum Startpunkt an der Noltemeyerbrücke geht es mit den Stadtbahnlinien 3, 7 und 9. Die beschriebene Wanderstrecke ist etwa 7,5 Kilometer lang. Geht man am Ende zur S-Bahn-Station Misburg-Anderten, sind es knapp 1,5 Kilometer mehr. Der Vorteil: Das Alte Bahnhofsgebäude ist bewirtschaftet und bietet Gelegenheit zur Einkehr. Wer Stadtbahn fahren will, geht zum Endpunkt Anderten der Linie 5 an der Lehrter Straße.

Von Bernd Haase

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