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Aus der Stadt Medienbericht: Bahlsen-Urenkel soll bei Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sein
Hannover Aus der Stadt

Bahlsen-Erbe Alex Bahlsen soll bei Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sein

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10:43 13.12.2019
Dieses Foto zeigt das abgestürzte Flugzeug, in dem Bahlsen der Pilot gewesen sein soll. Quelle: Paolo Gastaldello/The Canadian Press via AP
Vancouver

Alex Bahlsen (61) soll laut einem Bericht der kanadischen Rundfunkgesellschaft CBC ums Leben gekommen sein. Demnach sei Bahlsen bei einem Flugzeugabsturz in Kanada tödlich verunglückt. Laut kanadischen Berichten ereignete sich der Unfall bereits Dienstagabend.

Die Absturzstelle liegt nordwestlich von Gabriola Island vor der Küste von Vancouver. Neben Bahlsen sollen zwei weitere Passagiere ums Leben gekommen sein. Alex Bahlsen war ein Urenkel des Firmengründers Hermann Bahlsen, war aber vor mehr als 30 Jahren nach Kanada ausgewandert. Dort arbeitete er als Pilot und betrieb eine Flugschule.

Eine offizielle Bestätigung des Todes von Alex Bahlsen gibt es bislang nicht.

Keine Verbindung zum Bahlsen-Unternehmen in Hannover

Zum Unternehmen Bahlsen mit Firmensitz in Hannover hat Alex Bahlsen keinerlei geschäftliche Verbindung. Das erklärte Pressesprecher Christian Bahlmann auf HAZ-Anfrage. Alex ist der Sohn von Hermann Bahlsen, der 1996 komplett aus dem Unternehmen ausgestiegen war. Hermann wiederum war ein Enkelsohn des gleichnamigen Firmengründers. Die alleinige Unternehmensleitung übernahm Hermanns Cousin Werner Michael, der auch heute noch die Firma führt. Die beiden Cousins sollen ein angespanntes Verhältnis gehabt haben.

In Berichten deutscher Medien über den Flugzeugabsturz wird Alex Bahlsen fälschlicherweise als Erbe des Bahlsen-Unternehmens bezeichnet.

Augenzeugen haben den Absturz beobachtet

Eine Augenzeugin hatte den Absturz laut CBC beobachtet. Randi Lynch war am frühen Abend gerade in ihrem Garten, als sie sah, wie sich das Flugzeug in der Luft drehte. „Plötzlich hörte ich einige seltsame Geräusche und das Flugzeug drehte sich, es war offenbar außer Kontrolle geraten“, schilderte sie dem Reporter. Innerhalb von wenigen Minuten sei die Maschine dann abstürzt, anschließend habe es Explosionen und hohe Flammen gegeben. „Es war schrecklich“, sagte Lynch.

Auch Bette Lou Hagen hat den Absturz miterlebt. Sie nur wohnt ein Grundstück von der Absturzstelle entfernt. „Es klang so laut, dass ich hochsprang“, berichtete sie CBC. Sogar ihr gehörloser Ehemann habe das Unglück offenbar aufgrund der Erschütterung mitbekommen, er sei ebenfalls aufgesprungen. „Wir eilten nach draußen, und wir konnten Leute schreien hören. Es war der lauteste Knall, den ich je gehört habe mein Leben“, berichtete sie.

Rettungskräfte zur Unglücksstelle geschickt

Nach dem Absturz schickten die kanadischen Behörden zahlreiche Rettungskräfte zur Absturzstelle. Außerdem wurden zusätzliche Kräfte der Royal Canadian Mountain Police und zusätzliche Krankenwagen mit der Fähre auf die Insel geschickt. Die Ermittlungen hat, wie immer in solchen Fällen, die kanadische Behörde für Transportsicherheit (TSB) übernommen. Ein TSB-Sprecher bestätigte, es gebe am Unglücksort ein „signifikantes Trümmerfeld“ , das Flugzeug sei „aufgrund hoher Aufprallkräfte großflächig zerbrochen“ worden. Nach Angaben der Behörde war die Maschine auf dem Flughafen Bishop in Kalifornien gestartet. Ziel des Fluges war der Flughafen Nanaimo auf Vancoouver Island. Als das Unglück passierte, befand sich die Maschine gerade im Anflug auf den Flughafen.

Die Transportbehörde konnte keine Angaben über die Anzahl der Flugzeuginsassen und über deren Identität machen. Es werde mehrere Tage dauern bis die Verunglückten identifiziert werden könnten.

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Von RND/kiel

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