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Aus der Stadt Rat beschließt Steuer für Wettbüros
Hannover Aus der Stadt

Bekämpfung Spielsucht: Rat beschließt Wettbürosteuer

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15:00 29.11.2019
Tipico ist eines der Unternehmen, die die neue Steuer trifft. Quelle: DANA
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Hannover

Für Sportwettenanbieter wie Tipico und andere wird der Standort Hannover teurer. Der Rat der Stadt hat am Donnerstag mit großer Mehrheit beschlossen, eine Wettbürosteuer zu erheben. Zwei Prozent des Brutto-Wetteinsatzes fließen künftig in die Stadtkasse. Dadurch erzielt Hannover jährliche Einnahmen von rund 400.000 Euro. Nur die CDU hatte Bedenken. „Wir sehen die Rechtssicherheit der Steuer nicht gegeben“, sagte CDU-Fraktionsvize Kerstin Seitz.

Stadt wollte sogar drei Prozent nehmen

Ursprünglich wollte die Stadt sogar drei Prozent der Wetteinsätze verlangen. Doch ein Wettbürobetreiber drohte mit Klage. Zudem verlangten auch andere Städte nur zwei Prozent. Die Stadt lenkte ein und legte am Donnerstag ein neues Konzept vor. Dem Vernehmen nach soll mit den Einnahmen Personal zur Suchtprävention innerhalb der Stadtverwaltung finanziert werden.

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Das Mehrheitsbündnis aus SPD, Grünen und FDP begrüßt die Einführung der Steuer. „Die Steuer ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Spielsucht“, sagt Grünen-Finanzpolitikerin Renee Steinhoff. Die SPD freut sich über zusätzliche Einnahmen für die Stadtkasse. Die FDP hätte den Steuersatz gerne unter zwei Prozent gedrückt. „Aber nach einem Jahr wird die Steuer ohnehin überprüft“, sagt FDP-Ratsherr Andreas Bingemer.

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Von Andreas Schinkel

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