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Aus der Stadt Unterschriften gegen den Personalrat
Hannover Aus der Stadt Unterschriften gegen den Personalrat
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00:18 22.09.2018
Die Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover Petra Mundt. Foto: Heitmüller Quelle: Stefanie Heitmüller
Hannover

Der Gesamtpersonalrat der Region Hannover gerät immer stärker unter Druck. Jetzt sammelt die Gleichstellungsbeauftragte der Region, Petra Mundt, Unterschriften, um die Mitglieder des Gremiums zum Rücktritt zu zwingen. Anschließend soll ein neuer Personalrat gewählt werden.

In einer Mail an alle Mitarbeiter der Region fordert Mundt „einen klaren Schnitt – eine Trennung von dem jetzigen Gremium in Gänze – und einen Neuanfang“. Das müsse „im Sinne der Sache und zum Wohle aller geschehen“, schreibt Mundt in der Mail.

Anlass für die Unterschriftensammlung gegen den Gesamtpersonalrat ist der Fall eines Ausbilders, der eine Auszubildende der Region sexuell bedrängt haben soll. Der Gesamtpersonalrat hatte der fristlosen Kündigung des Mannes nicht zugestimmt, der Ausbilder ist Mitglied in dem Gremium. Die Haltung des Gesamtpersonalrats sei „vollkommen inakzeptabel“, so Mundt.

Mundt lobt in ihrem Schreiben die Regionsspitze für ihre „Null-Toleranz-Strategie bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz“. Von den Arbeitnehmervertretern erwarte sie eine klare Unterstützung dieser Position. Andernfalls könnten sich die Mitarbeiter in diesen Fällen nicht mehr vom Gesamtpersonalrat vertreten fühlen. Die Gleichstellungsbeauftragte kritisiert in dem Schreiben auch das Verhalten des Gesamtbetriebsrates nach der Abstimmung. Alle Versuche, das Gremium mit ins Boot zu holen, seien erfolglos geblieben. „Gesprächsangebote wurden nicht angenommen, Briefe und Mails nicht beantwortet“, schreibt Mundt.

Es gehe bei der Unterschriftensammlung „um nichts Geringeres als um die Glaubwürdigkeit der größten Interessenvertretung, die wir haben“, heißt es weiter.

Von Mathias Klein

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