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Aus der Stadt TSV Bemerode bekommt zwei neue Sportplätze
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Bemerode: TSV Bemerode bekommt zwei neue Sportplätze

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00:15 22.05.2019
Bleibt vorerst stehen: Der Kletterturm Kronsberg Life Tower an der Oheriedentrift.  Quelle: Samantha Franson
Bemerode

Nach jahrelangem Ringen ist die Entscheidung gefallen: Der TSV Bemerode bekommt zwei neue Sportplätze. Ein neues Kunstrasenfußballfeld und ein Beachvolleyballplatz sollen auf dem Gelände des Kronsberg Life Towers an der Oheriedentrift entstehen, wie der Bezirksrat in seiner jüngsten Sitzung entschied. Dafür muss der Life-Tower-Verein, der auch Aktionen wie Volleyballspielen und Stockbrotbacken anbietet, einen Großteil seines Geländes aufgeben. Der markante Kletterturm kann aber vorerst stehen bleiben.

Vor allem der 105 Meter lange und 68 Meter breite Kunstrasenplatz sei für den Trainingsbetrieb des TSV wichtig, betont Christian Schaefer, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Sport und Bäder bei der Stadt. „Allein in der Fußballsparte hat der TSV Bemerode 38 Teams mit rund 700 Mitgliedern“, berichtet er. Daher müssten vier bis sechs Mannschaften parallel trainieren. Jeder Quadratmeter des neuen Platzes komme den Vereinsmitgliedern zugute, die sich durch den starken Zuzug im Bezirk stetig mehrten.

Grüne kritisieren Platzmaße

Kronsberg Life Tower muss nun einen Großteil seines Areals aufgeben. Von 13 500 Quadratmetern gibt der Verein bis Ende Oktober 9300 Quadratmeter ab. Ein Garten mit Brunnen, zwei Hütten, eine kleine Arena mit Sitzgelegenheiten und die Feuerstelle müssen den 1,9 Millionen Euro teuren neuen Sportflächen weichen, die von der Stadt finanziert werden. Die Grünen kritisieren die Größe des geplanten Kunstrasenplatzes: Die Fraktion um Vorsitzende Annette Volland forderte, die Fläche um 15 Meter in der Länge zu verkleinern, um dem Kronsberg Life Tower zumindest den Fortbetrieb des Gartens und des Brunnens zu sichern. Das geplante Maß des Kunstrasenplatzes „entspricht der Vorschrift für internationale Spiele und der Bundesliganorm“, heißt es im Änderungsantrag der Grünen zur Größe des Kunstrasenplatzes, „wobei selbst in der Bundesliga noch das Mindestmaß 90 mal 40 Meter möglich ist.“

Der Bezirksrat lehnte den Änderungsantrag der Grünen-Fraktion ab. Seine Partei sei froh, der Errichtung des Platzes in der ursprünglich geplanten Größe zuzustimmen, sagte Michael Quast, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bezirksrat. „Wenn wir dann schon 1,9 Millionen Euro ausgeben, dann gebe ich die lieber aus, damit wir die Fläche optimal nutzen können“, sagte der SPD-Bezirksratsherr. Das sei nur mit den nun geplanten Maßen möglich.

Der TSV Bemerode begrüßt die Aussicht auf die neuen Sportflächen: „Es war ein ganz, ganz langer Weg, den wir bis zu dieser Entscheidung gegangen sind“, sagt Manfred Duttke, Vorsitzender des Sportvereins. Immer wieder habe er auf die Größe des Vereins und das Wachstum im Bezirk hingewiesen. „Bemerode hat sich verdoppelt – die Sportflächen sind gleich geblieben“, sagt Duttke. Die Plätze des TSV seien so überfüllt, dass bereits einige Spieler und Trainer den Verein gewechselt hätten.

Umzug kostet 30 000 Euro

Mit Bedauern reagierte der Verein Kronsberg Life Tower auf die Entscheidung: „Das ist wirklich schade“, sagte Vereinsvorsitzender Torsten Heidenblut. Trotzdem sei man „überhaupt nicht sauer auf den TSV“. „Wir gönnen dem Sportverein jeden Meter. Aber es wäre natürlich traumhaft gewesen, die 15 Meter behalten zu können.“ Man bedauere, dass der spendenfinanzierte Verein nun 30 000 Euro für den Umzug aufbringen müsse. Die Stadt habe diesen kürzlich mit 1000 Euro bezuschusst. Der vor zwölf Jahren errichtete Kletterturm kann auf dem 4200 Quadratmeter großen Restareal stehen bleiben, der Vertrag mit der Stadt läuft bis 2022.

Von Jacqueline Hadasch

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