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Aus der Stadt Hannover schrumpft
Hannover Aus der Stadt

Bevölkerungsstatistik: Hannover schrumpft

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00:24 11.05.2019
In Hannover geht die Zahl der Einwohner leicht zurück. Quelle: dpa
Hannover

In den vergangenen Jahren ging es mit den Einwohnerzahlen in Hannover fast stetig nach oben, die Stadtverwaltung plant Millioneninvestitionen für eine wachsende Stadt, jetzt gibt es aber einen Dämpfer: Denn in der Landeshauptstadt ist die Bevölkerung zurückgegangen. Wie das Team Statistik der Region Hannover meldet, waren in der Landeshauptstadt am 31. März 544.695 Menschen mit einem Hauptwohnsitz. gemeldet. Eine Nebenwohnung haben hier 12.446 Menschen angemeldet, das sind insgesamt 557.041 Einwohner. Im Vergleich zum 31. Dezember 2018 bedeutet das einen Rückgang um 412 Einwohner.

Leichter Rückgang auch in der Region

Auch regionsweit ist die Zahl der Einwohner nach sieben Quartalen mit wachsender Bevölkerung im 1. Quartal des Jahres 2019 leicht zurückgegangen. Am 31. März waren in der Region 1.179.809 Frauen, Männer und Kinder mit Hauptwohnsitz gemeldet. Hinzu kommen 25.031 Menschen mit einer Nebenwohnung. Damit leben insgesamt in der Region 1.204.840 Einwohner. Das sind 115 Menschen weniger als im Quartal zuvor.

Im Gegensatz zur Landeshauptstadt hat also die Bevölkerungszahl im Umland in den ersten drei Monaten des Jahres zugenommen. Den stärksten Bevölkerungsanstieg gab es sowohl absolut mit einem Plus von 190 als auch prozentual (3,4 Prozent) in Langenhagen. Die Stadt überschreitet damit die Marke von 56.000 Einwohnern mit Hauptwohnsitz. In Burgwedel, Garbsen, Gehrden, Hemmingen, Sehnde und Uetze sind die Einwohnerzahlen leicht gesunken. Exakt gleich geblieben ist dagegen die Einwohnerzahl in Pattensen und in Wennigsen.

Stadt hat keine Erklärung

Bei der Stadt Hannover hat man noch keine Erklärung für den Rückgang. Dafür müssten zunächst mehrere statistische Daten untersucht werden, die aber noch nicht vorlägen, sagt Rathaussprecher Dennis Dix. Es habe in den vergangenen Jahren in einzelnen Quartalen immer wieder einen Rückgang bei der Bevölkerungszahl gegeben. Im darauffolgenden Quartal sei die Zahl der Einwohner dann aber immer wieder angestiegen. Ob es sich bei dem Rückgang in den vergangenen drei Monaten um eine Trendwende oder nur eine kurze Phase handele, lasse sich erst zu einem späteren Zeitpunkt sagen.

Der Bevölkerungsrückgang in Hannover liege ganz klar an der schlechten Arbeit der Bauverwaltung, meint dagegen der Chef des Vereins Haus- und Grundeigentum, Rainer Beckmann. „Normalerweise wachsen die großen Städte, aber in Hannover wird zu wenig gebaut“, sagt er. Als Beispiel nannte er die Wasserstadt. Seit 20 Jahren werde darüber geredet, dort zu bauen, passiert sei aber noch immer nichts.

Beckmann bemängelte auch die Hindernisse, die den Bauherren in Hannover immer wieder in den Weg gelegt würden. Als Beispiel nannte der Vorsitzende von Haus- und Grundeigentum einen Antrag des Ampelbündnisses, der darauf hinauslaufe, dass nur noch Häuser mit Photovoltaikanlagen gebaut werden dürften. „Hier in Hannover würde ich als Eigenheimbauer kein Haus mehr planen“, sagt Beckmann.

Am längsten leben Menschen in Burgwedel

Die Statistiker der sehen auf Burgwedel eine „strukturell besondere Herausforderung“ zukommen, denn die Stadt hatten den ältesten Bevölkerungsdurchschnitt, mit einem Durchschnittsalter von 46,2 Jahren. Den jüngsten Altersschnitt hat Seelze mit 43,3 Jahren. In der Region hat Hannover mit 42,5 Jahren den niedrigsten Altersdurchschnitt.

Am längsten leben die Menschen nach Angaben der Statistiker in Burgwedel, dort liegt das durchschnittliche Sterbealter bei über 80 Jahren, das wird auch in Wennigsen, Gehrden und Hemmingen erreicht. Das geringste durchschnittliche Sterbealter wird in Sehnde mit 76,1 Jahren erzielt.

Lesen Sie auch hier: Hannover in Zahlen, so jung sind wir.

Von Mathias Klein

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