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Aus der Stadt Netz an Stromtankstellen soll ausgebaut werden
Hannover Aus der Stadt Netz an Stromtankstellen soll ausgebaut werden
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17:10 13.12.2018
An der TÜV-Station in der Thurnithistraße kann man nicht zu jeder Tag- und Nachtzeit Strom tanken. Quelle: Michael Zgoll
Döhren-Wülfel

 Die Stadtverwaltung soll beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge auch in Döhren-Wülfel die Voraussetzungen schaffen, dass es dort in ausreichendem Umfang einen „diskriminierungsfreien Zugang“ zu Ladesäulen und -stationen gibt. Das hat der Bezirksrat Döhren-Wülfel in seiner vergangenen Sitzung einstimmig beschlossen. „Diskriminierungsfrei“ bedeutet laut Ladesäulenverordnung, dass ein Ad-hoc-Stromtanken ohne Vertragsbindung möglich sein muss, und das möglichst rund um die Uhr. Wie es in dem entsprechenden Antrag der Grünen-Fraktion heißt, müsse die Verwaltung dazu geeignete Flächen im Stadtbezirk finden und entsprechend kennzeichnen.

Konzept beschlossen

Die „anhaltend mangelhafte Luftqualität in Hannover“ und die Diskussion um Fahrverbote in deutschen Großstädten, so begründen die Grünen ihren Vorstoß, ließen Maßnahmen zur Umsetzung einer Verkehrswende drängender denn je erscheinen. Dazu gehöre neben einer Vermeidung von Verkehr sowie Investitionen in Bus-, Bahn- und Radverkehr auch die Förderung der Elektromobilität. Der Rat der Stadt hatte bereits im Mai dieses Jahres ein Konzept beschlossen, wie die E-Mobilität in Hannover vorangebracht werden kann. In einer Auflistung von Stromtankstellen sei für den Bezirk Döhren-Wülfel eine halböffentliche Ladestation mit diskriminierungsfreiem und ständig verfügbarem Zugang ausgewiesen, so die Grünen, vier weitere Stationen hätten nur einen zeitlich beschränkten Zugang.

Auf der Internetseite „www.goingelectric.de“ ist beispielsweise eine rund um die Uhr nutzbare – aber eher abgelegene – Stromtankstelle an der Nordallee des Messegeländes verzeichnet. Andere Ladestationen sind nur für Tesla-Fahrzeuge geeignet oder befinden sich auf dem Gelände von Hotels oder Autohäusern. Die Stromtankstelle auf dem Döhrener TÜV-Grundstück in der Thurnithistraße ist nur tagsüber und sonntags gar nicht nutzbar.

Noch klaffen große Lücken

Insgesamt, so heißt es im kommunalen „Umsetzungskonzept zur Elektromobilität“, benötige man bis 2020 in Hannover 240 Ladesäulen im öffentlichen und halböffentlichen Raum, die jeden Tag, 24 Stunden lang und diskriminierungsfrei öffentlich zugänglich sind. Mit Stand Juli 2017 habe die Stadt gerade einmal über vier derartige Ladesäulen im öffentlichen und 18 Ladestationen im halböffentlichen Raum verfügt. Darüber hinaus gab es zu diesem Zeitpunkt 31 halböffentliche Ladesäulen, die nur eingeschränkt zugänglich waren und die nicht in die Bedarfsermittlung der Ladeinfrastruktur einfließen sollen.

Auch der Luftqualitätsplan der Stadt Hannover, so heißt es im Antrag, fordere einen weiteren Ausbau der E-Ladestationen. Schließlich hänge der Erfolg einer nennenswerten Verbreitung von Elektrofahrzeugen auch davon ab, dass es ausreichend Möglichkeiten zum Laden der Batterien gibt. Beim Aufbau der entsprechenden Infrastruktur dürfe die Innenstadt aber nicht einseitig zulasten anderer, ebenfalls hoch verdichteter Stadtteile bevorzugt werden.

Von Michael Zgoll

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