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Aus der Stadt Ideen-Expo verbindet Wissenschaft und Show
Hannover Aus der Stadt Ideen-Expo verbindet Wissenschaft und Show
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00:18 17.11.2018
Geschäftsführer Olaf Brandes, Ministerpräsident Stephan Weil, Microsoft-Leiterin Tanja Böhm, Staatssekretär Stefan Muhle, Aufsichtsratsvorsitzender Volker Schmidt, Bionik-Studentin Elisa-Sophie Paretas-Carrió und Ranga Yogeshwar zeigen das Motto. Quelle: Samantha Franson
Hannover

„Bedauerlicherweise findet die Ideen-Expo nur alle zwei Jahre statt“, sagt Moderator und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. In etwas mehr als 200 Tagen ist es wieder soweit. Vom 15. bis zum 23. Juni 2019 läuft die siebte Auflage auf dem Messegelände, nach Angaben der Organisatoren Europas größtes Jugendevent für Naturwissenschaften und Technik. Ministerpräsident Stephan Weil und Volker Schmidt, Aufsichtsratsvorsitzender der Ideen-Expo, haben am Mittwochabend im Schloss Herrenhausen vor rund 250 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft den Startschuss für die heiße Vorbereitungsphase gegeben. Das Motto ist dasselbe wie im vergangenen Jahr: „Mach’ doch einfach“.

Seit ihren Anfängen vor elf Jahren ist die Ideen-Expo stetig gewachsen. 2017 hat die Bildungsmesse mit ihrem Mix aus Informationen, Experimenten zum Mitmachen, Shows und Konzerten mit 360.000 Besuchern einen Rekord verzeichnet. Insgesamt übt die Veranstaltung, die in ihrer Machart einmalig ist, bundesweit Strahlkraft aus. „Ich habe nie zuvor auf anderthalb Quadratkilometern soviel Technikbegeisterung gesehen“, sagte Schmidt. Die kommende Veranstaltung wird nach seinen Angaben eines der Leuchtturmprojekte der Technikstrategie der Bundesregierung.

Ministerpräsident Stephan Weil kam verspätet, brachte aber sichtlich gute Laune mit. Quelle: Samantha Franson

„Wenn es darum geht, die Werbetrommel für die Ideen-Expo zu rühren, will ich mich von keinem übertreffen lassen“, betonte Stephan Weil. die Veranstaltung greife einen echten gesellschaftlichen Bedarf auf. Sie sei Teil eines sehr lebendigen Erbes von Christian Wulff. einem seiner Vorgänger in Amt. Der frühere Ministerpräsident war treibende Kraft, als es darum ging, die Veranstaltung ins Leben zu rufen.

Die Ideen-Expo wird erneut wachsen. Es kommt eine vierte Halle hinzu, damit beträgt die gesamte Ausstellungsfläche inklusive Außengelände 110.000 Quadratmeter. Die Ausstellerzahl dürfte nach derzeitigem Stand um 20 auf rund 270 wachsen. Damit steigt auch das Budget gegenüber der vergangenen Auflage um 3,5 Millionen Euro auf 17,5 Millionen Euro. Bis zu 7 Millionen Euro steuert das Land bei, den anderen Teil der Summe übernehmen Aussteller und Sponsoren.

250 Gäste stimmen sich in Schloss Herrenhausen auf die Technikschau für Jugendliche ein.

Bei den Inhalten setzen die Veranstalter auf Bewährtes wie den Produktionskosmos oder die digitalen Welten – und auf aktuelle Ergänzungen. In Halle 8 entsteht eine Klimazone; eine begehbare Kuppel wird passend zum 50-jährigen Jubiläum der ersten Mondlandung dieses Thema aufgreifen. Elektromobilität ist Schwerpunkt einer sogenannten Mobilitätsarena in Halle 9 – „damit setzen wir bewusst einen starken Akzent“, verspricht Schmidt. Erstmals wird die Ideen-Expo Schauplatz der Robotik-Europameisterschaften sein, bei der 150 Schülerteams mit selbstgebauten und -programmierten Robotern gegeneinander antreten.

Ein echter Publikumsmagnet war zuletzt das Showprogramm, dass es mit Auftritten etwa von Fanta 4, Glasperlenspiel oder dem Rapper Cro in sich hatte. Auch für 2019 versprechen die Veranstalter mitreißende Live-Konzerte. Wer auf der Bühne stehen wird, wollen sie aber erst im kommenden März verraten. „Der Countdown läuft“, sagt Schmidt.

Cebit folgt unmittelbar

Eine größere Terminenge wäre kaum möglich gewesen im kommenden Juni auf dem Messegelände. Am Tag nach dem Ende der Ideen-Expo startet am 24. Juni die Cebit, die bis zum 28. Juni dauern wird. Die Digitalmesse hatte bereits im vergangenen Jahr ihr Konzept geändert. Sie wurde vom Frühjahr in den Sommer verlegt und durch Veranstaltungen mehr auf Festivalcharakter getrimmt, als das früher der Fall war.

Cebit-Sprecher Hartwig von Saß sieht trotzdem keine Probleme durch die zeitliche Nähe: „Wir sind im Austausch mit den Organisatoren der Ideen-Expo und sprechen uns ab“. Die beiden Veranstaltungen richteten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Während die Ideen-Expo vor allem für Schüler und junge Studenten gedacht sei und einen Schwerpunkt im Bereich Ausbildung habe, wende sich die Cebit in erster Linie an Fachpublikum und Firmenkunden. Auch Ideen-Expo-Sprecherin Dorothea Braunert bestätigt das: „Es gibt keine Synergien, aber auch keine Schwierigkeiten“.

Zeitliche Überschneidungen ergeben sich durch die Auf- und Abbauzeiten. Logistisch sei das leicht zu meistern, sagt von Saß. Der Ideen-Expo-Bereich liege im Süden des großen Messegeländes, der für die Cebit im Westen. „Es gibt genug Zufahrten und Tore, sodass man sich nicht ins Gehege kommt“, erklärt er.

Von Bernd Haase

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