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Aus der Stadt Hannover: Landwehrkreisel für mehrere Tage wegen Bombensuche gesperrt
Hannover Aus der Stadt

Bombensuche in Hannover: Landwehrkreisel ab sofort gesperrt

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13:48 01.02.2020
Nichts geht mehr: Die südliche Hälfte des Landwehrkreisels ist seit Freitagabend gesperrt. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

Jetzt gilt es: Die südliche Hälfte des Landwehrkreisels in Hannover ist wie angekündigt am Freitagabend gesperrt worden. Seit 20.20 Uhr ist kein Abbiegen mehr auf den Südschnellweg möglich, Autofahrer sollten das Gebiet weiträumig umfahren. Die Sperrung bleibt bis Mittwochmorgen bestehen. Grund für die tagelange Sperrung ist die Suche nach einer möglichen Weltkriegsbombe. Allerdings steht noch gar nicht fest, ob dort wirklich ein Blindgänger liegt. Bereits am Sonnabendvormittag kam es zu ersten Staus und stockendem Verkehr.

Schon im Vorfeld hatte die Landesstraßenbaubehörde den südlichen Teil des Landwehrkreisels auf nur eine Spur verengt. Deshalb bekamen Autofahrer bereits am Freitagvormittag einen ersten Vorgeschmack auf die möglichen Staus: Der Verkehr geriet bis zum Ricklinger Kreisel ins Stocken, minutenlange Verzögerungen waren die Folge. Laut Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) Niedersachsen entspannte sich die Lage im Laufe des Tages dann aber deutlich.

Nun wiederholt sich das Ganze: Ab sofort ist es nur noch möglich, vom Ricklinger Kreisel aus über die Frankfurter Allee und den Landwehrkreisel auf einer Spur gen Hemmingen zu fahren. Auch Autofahrer, die vom Südschnellweg aus über den Landwehrkreisel sowie Frankfurter Allee in Richtung Ricklinger Kreisel fahren, sind von den Bauarbeiten nicht betroffen. Auf den von der Straßenbaubehörde empfohlenen Umleitungsstrecken waren laut VMZ am Freitagabend keine Staus oder stockender Verkehr zu beobachten.

Landwehrkreisel weiträumig umfahren

Der Landwehrkreiselist in mehrere Fahrrichtungen komplett gesperrt (rote Linien). Nur in Richtung Hemmingen und vom Südschnellweg aus steht jeweils eine Fahrspur (grüne Linien) zur Verfügung. Quelle: Google Maps

Es wird geraten, den Landwehrkreisel in den nächsten Tagen möglichst weiträumig zu umfahren. Auf der B 3 Richtung Hannover ist ab Pattensen eine Umleitung im Süden über die L 443 und die B 6 zum Südschnellweg ausgeschildert. Von Arnum aus geht es über die L 389 und die L 393 zum Südschnellweg und nach Hannover. Vom Südwesten aus ist auf der B 217 ab Holtensen eine Umleitung über die L 389 und L 393 ausgeschildert. Von der Bückeburger Allee aus werden Autofahrer in Richtung Peine ab dem Ricklinger Kreisel über die Friedrich-Ebert-Straße, die Lavesallee, den City-Ring und die Hildesheimer Straße zum Südschnellweg geführt. Vom Westschnellweg geht es bereits ab dem Bremer Damm und den City-Ring zur Hildesheimer Straße.

Bomben-Hinweise haben sich verdichtet

Die Sperrungen hatte die Straßenbaubehörde bereits vor gut zehn Tagen angekündigt. Hintergrund ist die Suche nach einer möglichen Fliegerbombe unter dem Landwehrkreisel. Nach der Auswertung der neuesten Messergebnisse hatten sich Hinweise auf einen möglichen Weltkriegs-Blindgänger unter dem viel befahrenen Verkehrsknoten verdichtet. Nun wird von Experten vorsichtig gegraben, bis der Verdachtspunkt freiliegt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, muss die Bombe entschärft oder gesprengt werden. Dafür wäre auch eine Evakuierung des umliegenden Gebietes erforderlich.

Ob Bombe oder nicht: Kreisel ab 15. Februar wieder komplett frei

Läuft alles nach Plan, wird der Kreisel pünktlich am Mittwoch zum Berufsverkehr wieder freigegeben. Allerdings steht dann schon die nächste Sperrung an: am 15. und 16. Februar. Dann sollen die Baugruben wieder geschlossen und die Fahrbahn neu asphaltiert werden. Bis dahin bleibt rund um die betroffene Untersuchungsfläche nur eine Fahrspur befahrbar. Der endgültige Abschluss der Bauarbeiten ist für den 21. Februar geplant.

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