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Aus der Stadt Boden vergiftet? Bürger am Industrieweg in Sorge
Hannover Aus der Stadt Boden vergiftet? Bürger am Industrieweg in Sorge
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00:17 21.04.2019
Auf einer Brache am Industrieweg laufen umfangreiche Bodenarbeiten. Quelle: Tim Schaarschmidt
Brink-Hafen

Ein großes, seit Längerem brachliegendes Gelände im Stadtteil Brink-Hafen beschäftigt Bürger und Politiker. Das Areal, das sich an Industrieweg und Hackethalstraße entlangzieht, ist viele Jahre von Industrie- und Gewerbefirmen genutzt worden. Deshalb liegt es nahe, dort eine hohe Schadstoffbelastung zu vermuten. Vor mehr als einem Jahr wurden Gebäude auf dem Gelände abgerissen.

Bürger befürchten Bodenkontamination

„Vergangenes Jahr haben Bürger beobachtet, dass dort Erde abgefahren wurde, die nicht abgedeckt war“, berichtet Angelika Jagemann, CDU-Fraktionschefin im Bezirksrat Nord. Seitdem seien Berge von Sand und Erde von einer Stelle zur anderen befördert worden und wieder zurück. Eine Anfrage der Fraktion bei der Stadtverwaltung vor einigen Monaten sei jedoch unbefriedigend verlaufen. „Wir bekommen seit Jahren keine Auskunft über den Investor. Dabei war dort alles verseucht“ kritisiert Jagemann. Die CDU hakte jetzt noch einmal bei der Verwaltung nach und wollte wissen, ob der Boden belastet ist oder bereits saniert wurde.

Im Bezirksrat informierte die Stadt jetzt, dass auf das Gelände eine Betriebsstätte der Gildemeister AG lag. Der Werkzeugmaschinenhersteller betrieb diese Fabrik an der Max-Müller-Straße, einer Stichstraße, die auf das Areal führt. Im Jahr 1989 hatten die Behörden auf dem Grundstück eine Vergiftung von Boden und Grundwassers durch Lösungsmittel festgestellt. Von 1995 bis August 2001 fand eine Dekontamination des Grundwassers statt. Aktuell läuft eine Bodensanierung.

Firmen sanieren das Gelände

Die Bewegung von Bodenmassen, die besorgte Bürger auf den Plan gerufen hat, ist nach Auskunft der Stadtverwaltung Teil der Sanierungsarbeiten. Höher belastete Bodenpartien seien entsorgt worden. Andere Teile der Erde müssen mit Fremdboden gemischt werden, um die vorgeschriebenen Werte zu erreichen. Den Schutt aus dem Abriss von Gebäuden hätten Abbruchfirmen zu Brechkorn, einem Recyclingbaustoff, verarbeitet, sie entfernten auch Fundamente und Leitungen. Danach mussten Bodenunebenheiten ausgeglichen werden. Außerdem mussten Eisenteile ausgesondert werden, damit das Gelände auf eventuelle Kampfmittel geprüft werden kann. In der Nähe mussten Kampfmittelbeseitiger 2018 auf einer Baustelle alte Panzergranaten sprengen.

Bauanträge für das Grundstück sind bei der Stadt bisher nicht eingegangen. Die Verwaltung sicherte in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats zu, Kontakt zu den Eigentümern aufzunehmen. Nach Rücksprache soll in einer der kommenden Sitzungen über Planungen auf dem Areal sowie neue Entwicklungen im Stadtteil Brink-Hafen informiert werden.

Von Bärbel Hilbig

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