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Aus der Stadt Brand in Vahrenwald: Parkende Autos behindern Feuerwehr
Hannover Aus der Stadt

Brand in Hannover: Feuerwehr kommt kaum durch enges Viertel

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16:41 28.01.2020
Nur wenige Zentimeter Platz: Dieser schwarze Mini steht im absoluten Halteverbot, die Feuerwehr musste entsprechend aufwendig rangieren. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Die Feuerwehr ist am späten Montagabend nach Hannover-Vahrenwald zu einem Brand gerufen worden. Doch das war nicht das einzige Problem, mit dem es die Retter zu tun bekamen: Das ohnehin schon enge Wohnviertel rund um die Werderstraße war so zugeparkt, dass die Einsatzkräfte mit ihren großen Löschfahrzeugen mehrfach rangieren mussten.

Falschparker an der Werderstraße in Hannover haben die Feuerwehr am Montagabend vor Probleme gestellt. Die Retter mussten erst minutenlang rangieren, ehe sie mit ihren Fahrzeugen zu einer brennenden Wohnung kamen.

Nach Angaben der Feuerwehr waren die Straßen gegen 23 Uhr „von den Anwohnern teilweise eng zugeparkt“. Die Fahrer der Großfahrzeuge hätten dadurch viel manövrieren müssen, „um die Einsatzstelle zu erreichen“. Somit kamen die Feuerwehrleute der zwei Löschzüge langsamer zur brennenden Wohnung als es eigentlich möglich gewesen wären. Das Mehrfamilienhaus liegt in einem kleinen Seitenarm der Werderstraße.

Mobiliar steht in Flammen

Glücklicherweise konnte der Brand selbst anschließend rasch gelöscht werden. Die ersten Einsatzkräfte verschafften sich über den Hintereingang Zutritt zum Gebäude. „In einem ehemaligen Laden brannte Mobiliar“, teilt die Feuerwehr mit. Ein Trupp unter Atemschutz löschte die Flammen in kurzer Zeit mit Wasser, parallel dazu suchten weitere Einheiten die Zimmer nach Menschen ab. „Es war nicht klar, ob der Bewohner noch zu Hause war.“ Es wurde aber niemand gefunden.

Brandschaden beträgt 5000 Euro

Die Brandermittler der Polizei fanden am Dienstag heraus, dass das Feuer offenbar fahrlässig entstanden ist. Nähere Angaben kann Sprecher Mirco Nowak auf HAZ-Anfrage nicht machen. „Der Schaden beträgt etwa 5000 Euro“, sagt er. Ein Nachspiel habe das Falschparken für die Autobesitzer aber wohl nicht. In dem Moment habe der Brand aus Polizeisicht Vorrang gehabt, die Parkverstöße seien deshalb nicht erfasst worden. Laut Bußgeldkatalog hätte das Behindern von Rettungsfahrzeugen 60 Euro und einen Punkt in Flensburg zur Folge gehabt.

Das Parkproblem und zugestellte Feuerwehrzufahrten sind nicht neu. Laut Stadtsprecher Udo Möller seien die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes aber generell „sensibilisiert und ahnden Parkverstöße“. Allerdings entstünden Situationen wie nun an der Werderstraße sehr oft in den späten Abendstunden oder gar nachts, wenn weder Polizei noch Ordnungsdienst immer überall sein könnten. Möller: „Wir werden selbstverständlich weiter wachsam sein.“

Fünf-Meter-Abstand einhalten

Feuerwehrsprecher Gianni Hilliger appelliert darüber hinaus an alle Hannoveraner, das Auto nicht irgendwo abzustellen. „Zeit ist im Ernstfall das Ein und Alles“, sagt er. „Vor allem, sobald es um Menschenleben geht.“ Gerade an Kreuzungen in Wohnquartieren habe die Feuerwehr immer wieder Schwierigkeiten, durchzukommen – dort sollten dringend die vorgeschriebenen fünf Meter freigehalten werden. Allen voran die Drehleiter brauche Platz und sei direkt am Einsatzort zwingend erforderlich. „Schläuche haben wir genug, da könnten wir notfalls Strecken überbrücken“, sagt Hilliger. Eine Leiter in der Nebenstraße helfe dagegen gar nicht.

Die Parkregeln

Das Halten und Parken wird klar im Paragrafen 12 der Straßenverkehrsordnung geregelt. Unter dem ersten wird verstanden, wenn ein Fahrzeug unter drei Minuten abgestellt wird. Sobald der Fahrer aussteigt oder seinen Wagen länger stehen lässt, zählt dies als Parken.

Halten ist unzulässig an engen und unübersichtlichen Straßenstellen sowie in scharfen Kurven. Das Gleiche gilt auf Einfädelungs- und Ausfädelungsstreifen, auf Bahnübergängen sowie vor und in gekennzeichneten Feuerwehrzufahrten.

Parken ist innerhalb von fünf Metern vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen untersagt. Tabu ist auch das Stehen vor Grundstücksein- und ausfahrten, bei schmalen Fahrbahnen sogar gegenüber davon. Ferner verbietet Paragraf 12 das Parken vor Bordsteinabsenkungen und wenn das Benutzen gekennzeichneter Parkflächen dadurch behindert wird. Verstöße kosten laut Bußgeldkatalog zwischen 10 und 65 Euro samt Punkt.

Von Peer Hellerling

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